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Im Orania.Berlin

Über Geschmack, so sagt man, lässt sich nicht streiten. Über den geschmackvollen Ort, an dem unser tip Weinmahleins präsentiert von Mastercard Priceless Berlin in diesem September zu Gast sein durfte, sollte anlässlich seiner Eröffnung im vergangenen Herbst hingegen heftig gestritten werden. Ein edles Boutique-Hotel, ein Ableger des oberbayerisches Schloss Elmau sogar, mitten in Kreuzberg 36 – Küchenchef Philipp Vogel, der auch der Hoteldirektor des Orania.Berlin ist, hat mit seiner offenen Gesprächskultur viele überzeugt. Überhaupt präsentiert sich das Orainia.Berlin als einladender, offener Ort. Die Bar und die regelmäßigen Konzerte locken längst auch Laufkundschaft aus dem Kiez. Und in der Küche arbeitet man mit regionalen, ja lokalen Produkten, an diesem Abend und auch generell etwa jenen unseres Weinmahleins-Partners Havelland Express.

Apropos: Der geräucherte Aal mit Apfel mit Meerrettich war zum Auftakt so etwas wie eine Standortbestimmung. Ein Spiel der Texturen und, ja, auch der Techniken, Philipp Vogel, im Palais Hansen in Wien hatte er sich einen Stern erkocht, weiß um sein Handwerk und seine so feine wie aromenintensive Ausführung. Aber die Rote Garnele zur Zwiebelravioli traute sich dann bereits derbere, vollmundigere Aromen zuzulassen. Die feine Küche, sie hat sich auf den Weg gemacht und Philipp Vogel geht diesen Weg mit. Was er nicht macht: sich einzig auf asia-aromatische Umamibomben zu verlassen. Sein Kabeljau samt Grünem Curry und verbranntem Lauch lies stattdessen alles Komponenten sprechen. Zudem ist er keiner, der ob dem Nimbus der neuen Produktküche ganz und gar das Kochen vergisst. Variation vom Kalb, Steinpilze, Erbse. Das war ein würdige Hauptgang, garniert mit einem wohligen Klops, außen wunderbar röstaromatisch, innen noch ganz und gar Tatar.

Die Weine dazu kamen vom Weingut Nik Weis St. Urbans-Hof von der Mosel. Sie wurden von Sabina Regnery, einem Moselmädchen, wie sie es selbst sagte, kommentiert. Vier Mal Riesling (und einen der noch jungen Pinot Noirs, tatsächlich war der Anbau dieser Traube an der Mosel lange verboten) hatten wir im Glas. Dass die Geschmackseindrücke dabei so unterschiedlich waren, schmelzig, mineralische, umschmeichelnd klar, erzählt viel von den unterschiedlichen Böden, von Terroir, das selbstbewusst zum Ausdruck gebracht werden darf. Ganz großartig bereits der Auftakt, ein trotz seiner Jugend erwachsener 2016er Mehringer Alte Reben, der es mit seiner Würze ja Schärfe mit den Rauch- und Meerretticharomen der Vorspeise zu spielen wusste.

Bilder

Für einen glücklichen Gast unseres Tip-Weinmahleins hat der Abend noch ein Nachspiel: ein Wochenende samt Hotelbetten und Limousinensitzen, zur Verfügung gestellt von unserem Partner Mercedes-Benz. Alle übrigen Gäste indes werden derweil wohl das Orania.Berlin wieder besuchen. Nicht für eine Übernachtung vielleicht, aber doch einen Drink an der Bar und für die Teller von Philipp Vogel und seinem Team. Im Orania kann man übrigens, dieser Lage und einer sich wandelnden kulinarischen Hauptstadt angemessen, auch mal nur für ein oder zwei Teller vorbeikommen.

Text: Clemens Niedenthal
Fotos: Lena Ganssmann

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