tip Backstage präsentiert von Mastercard Priceless Berlin – So war's

Im Radio-Center Berlin

Pink top, Katy Perry flopp: So macht 104.6 RTL erfolgreiches Radio in Berlin

Vor dem Erfolg steht die Marktforschung. Die private Radiostation 104.6 RTL ging am 9. September 1991 on Air. Die Idee für das erste Formatradio brachte Arno Müller aus Los Angeles mit. Das Motto „Berlins Hitradio“ umschreibt am Besten, was das Neue war: Die Musik wird per Marktforschung ganz auf den Geschmack der Zielgruppe ausgerichtet. Das machte den Sender zum Marktführer und Arno Müller, der auch heute noch die vielfach prämierte Morgensendung „Arno und die Morgencrew“ moderiert, zum erfolgreichsten Radiomacher in Deutschland.

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tip Backstage präsentiert von Mastercard Priceless Berlin führte hinter die Kulissen des RTL Radio Center Berlin am Kurfürstendamm. Hier gehören neben 104.6 RTL auch 93,6 JAM FM und 105’5 Spreeradio ins Portfolio. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Geschäftsführer Stephan Schmitter. Er erklärte die interessanten Hintergründe und Zusammenhänge. Warum, so eine Frage aus der Besuchergruppe, haben sich die drei Sender zusammengeschlossen? Stephan Schmitter erklärte die verschiedenen Zuhörergruppen und wie sie sich ergänzen – vom jungen Format von Jam FM, über das Hitformat von 104.6 RTL bis zum erwachsenen Spreeradio. Zusammen erreichen die Sender 1,7 Millionen Hörer am Tag und machen das Kudamm-Karree zum größten Radiostandort in Berlin, an dem ca. 150 Menschen arbeiten.

Das Moderatoren-Duo John & Rasheed gehören zu den Stars am Kurfürstendamm, sie moderieren in freestyle – also ohne festes Script – die Morningshow von Jam FM. Der Morgen ist für Radiomacher sowieso die wichtigste Zeit des Tages, denn da haben sie die meisten Zuhörer. Gefolgt vom Feierabend, wenn die meisten Berliner vom Büro nach Hause fahren. Das ist die Zeit, wenn Spreeradio-Star Thomas Koschwitz moderiert, den wir direkt bei seiner Arbeit im Studio antrafen. Er stand dabei ebenso Rede und Antwort wie John und Rasheed und Hans Blomberg, dessen Show am Nachmittag bei 104.6 RTL läuft.

Mindestens genauso interessant, wie den Moderatoren bei der Arbeit zuzuschauen, ist es zu erfahren, wie das Musikprogramm entsteht. Musikredakteur Vivian Pickelmann erklärte das anschaulich. Ziel ist es, dass der Zuhörer möglichst lange dabei bleibt, dazu soll er die Musik hören, die er mag. Dazu werden repräsentative Umfragen gestartet und potenzielle Hörer befragt. Das aktuelle Ergebnis zu den neuen Hits von Pink und Katy Perry: „What about us“ von Pink mögen die Hörer, die aktuelle Single von Perry dagegen nicht. Die Chance, „What about us“ auch mehrfach am Tag zu hören, ist also erheblich größer, als „Swish, Swish“ zu hören, das niemand mag.

Radio machen, wie es die Hörer wollen, ist eine spannende Herausforderung. Wenn man es gut macht, schalten die Unternehmen die Werbung, auf die private Radiostationen, die von den Rundfunkgebühren nichts abbekommen, angewiesen sind. Sympathische Moderatoren und unterhaltsame Sendungen gehören dazu, genau wie die richtige Musik zur richtigen Zeit.

Die nächste Veranstaltung findet am 26. Oktober statt. Dieses Mal schauen wir im Ehemaligen Stummfilmkino Delphi in Weißensee hinter die Kulissen.

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