So war das tip Weinmahleins präsentiert von Mastercard Priceless Berlin

Im Restaurant 1687

Sicher, unser Weinmahleins präsentiert von Mastercard Priceless Berlin sollte immer auch überraschend bleiben. An diesem Juli-Abend war es das aber sogar für die Gastro-Redaktion vom tip Berlin. Und wollen, nein, können wir auch behaupten, in kulinarischen Dingen für gewöhnlich gut informiert zu sein, hatte sich dieses im handwerklichsten Sinne ambitionierte Hauptstadtrestaurant doch an uns vorbeigeschlichen. Zum Jahreswechsel ungefähr hatte das 1687 am Neustädtischen Kirchplatz gleich hinter den Linden eröffnet. Es war eine leise Eröffnung, ganz im Sinne der Erfinder: Das Team um den ambitionierten Küchenchef Tomas Trabski und die weitgereiste Restaurantleiterin Simone Apitz möchte Berlin über die Teller erobern. Und nicht mit einem allzu lauten Trommelwirbel.

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Um es kurz zu machen: Irgendwann waren wir doch da, haben gekostet und beschlossen, dass dieser Tomas Trabski ganz unbedingt ein Weinmahleins-Koch werden muss. Und dass dieses Restaurant 1687, benannt nach eben jenem Jahr in dem auf dem Neustädtischen Kirchplatz den nach Preußen migrierten Hugenotten ein Gotteshaus geweiht worden war, in seiner durchaus weltgewandten Eleganz, ein Ort ist, der unsere Leser standesgemäß empfängt. Und da konnten wir noch nicht ahnen, dass uns dieser Sommer den Aperitif so selig im Freien nehmen lies.

Franz Oberhofer hatte den Wein aus Südtirol mitgebracht – wenngleich die Küche von Trabski doch von einer zeitgemäßen, nie zeitgeistigen Interpretation der französischen Haute Cuisine erzählt. Immerhin: Im von den genossenschaftlichen Winzereien geprägten Südtirol ist Hofstätter eines der wenigen ganz großen Familiengüter. Spätestens mit dem (vorwiegend) im großen Holzfass ausgebauten 2015er Barthenau Pinot Bianco wussten wir warum. Das war nichts Breites, nichts Vulgäres, nie zu viel Holz nur ein definierter Schmelz, eine eindeutige Mineralität und ein klarer Charakter. Der Mazon Riserva Pinot Nero zu Wildtaube, Lammbauch, Aubergine und Rote Bete im Anschluss, wäre dann auch als souveräner Franzose durchgegangen.

Wildtaube und Lammbauch deuten es bereits an, Tomas Trabski dachte sein Menü an diesem Abend konsequent von den – von unserem Partner Havelland Express – bereit gestellten Produkten aus. Und auch wenn die Zubereitungstechniken zu beeindrucken wussten, in diesem Gang etwa die definierten unter der Glasglocke konzentrierten Raucharomen, kocht hier keiner, der vor allem auf laute Effekte setzt. Man könnte im Gegenteil sagen, so klassisch ist kaum ein Küchenchef in der kulinarischen Gegenwart angekommen. Frittierte Auster mit Salicorn (einem Meergemüse) und Mango, Jakobsmuschel, Erdbeere, Sakurakresse und Feige: Immer war das Geschmackserlebnis mehr als nur die Summe der einzelnen Teile, immer war das vermeintliche Edelprodukt schlüssig in einem Gang verpackt, der sich genauso schlüssig in die Choreographie des gesamten Abends fügen sollte. Hat da gerade jemand was von „sterneverdächtig“ gesagt?

Nun wir wollen nichts vorwegnehmen. Wir freuen uns, dass Berlin ein neues Restaurant von gerade zu klassischer Eleganz zu bieten hat, das in der Küche wie in der so souveränen, wie zugewandten Ansprache am Tisch, ganz und gar gegenwärtig ist. Einen Stern aber gab es an diesem Abend doch. Unser Weinmahleins-Partner Mercedes-Benz Berlin schickte zwei glückliche Gewinner in der Sportlimousine CLS auf eine Wochenendreise. Vielleicht führt diese ja nach Tramin in Südtirol, der Heimat des Weinguts Hofstätter und des Gewürztraminers, der diesen Abend als trockener, indes intensiv (süd-)fruchtiger Kolbenhof Gewürztraminer wunderbar vollaromatisch, ja geradezu rauschhaft, beschließen sollte.

Wer die Hofstätter-Weine in Berlin trinken möchte, dem sei abschließend noch das nonchalante Briefmarken Weine in der Karl-Marx-Straße oder das Il Calice am Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg empfohlen. Zuvor aber gilt es unbedingt, dieses Restaurant 1687 zu kosten.

Text: Clemens Niedenthal
Fotos: F. Anthea Schaap

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