tip Backstage präsentiert von Priceless Berlin – So war's

In der Staatlichen Ballettschule Berlin

Die tip Backstage-Tour im März führte in die Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik. Ein Ort, wie Schuldirektor Prof. Dr. Ralf Stabel augenzwinkernd betont, an dem jeder freiwillig ist. An diesem weiterführenden Gymnasium gelten andere Regel – und dennoch ist es eine vollwertige Ausbildung bis zum Abitur oder Bachelor. Beim Abiturdurchschnitt steht die Schule an der Spitze in Berlin. An der Ballettschule gibt es keine Unterrichtsklingel, die Schüler und Lehrkräfte kommen aus der ganzen Welt und der Übergang von klassischer Schulbildung zur Tanzpraxis ist fließend: eben noch Physikkabinett und jetzt klassischer Tanz. Der nahtlose Übergang wird von der modernen Architektur – Ausführung: Architekten Meinhard von Gerkan, Volkwin Marg und Partner – gefördert. Durch ein lichtes Verbindungsgebäude pendeln die Schüler und Schülerinnen problemlos zwischen den Unterrichtsräumen und Tanzsälen.

Bilder

Nach einer kurzen Einführung teilte sich die Teilnehmer-Gruppe und besuchten zum einen eine Klasse für modernen Tanz während die anderen den klassischen Tanz besuchten. Nach schnellvergangenen 20 Minuten wurde getauscht.

Für viele war diese Erfahrung besonders spannend: Wer hätte gedacht, dass der Unterschied zwischen Klassik und Moderne so augenscheinlich ist – ein Spannungsfeld aus Improvisation und Disziplin, raumgreifender Bewegung und Akkuratesse an der Ballettstange. Dank der Erklärungen der Lehrer – Kelvin O. Hardy aus New York für modernen Tanz und Marta Diminich aus Triest für klassischen Tanz – verstanden auch Laien schnell, was die jeweiligen Schwerpunkte in der Ausbildung sind.

Da viele der Studenten aus anderen Bundesländern und der ganzen Welt kommen, hat die Ballettschule ein eigenes Internat. Leiterin Susanne Otto-Günther erklärte anschaulich die Herausforderungen, bei der Unterbringung und Betreuung der Schüler zwischen 10 und 16 Jahren aus aller Welt – eindrucksvoll: Fähnchen auf einer Tafel an der Wand zeigen, woher aktuell die Mädchen und Jungen kommen.

Als Nächstes besuchten die Teilnehmer der Tour die Generalprobe des Boleros, wie er bei der kommenden Vorstellung in der Staatsoper im Schiller Theater aufgeführt wird. Die Teilnehmer waren begeistert. Nach einem Abstecher zu den Artisten, die in einer eigenen Halle ausgebildet werden, und gemeinsam mit den Tänzern die Schulbank drücken, ging es in die Mensa. Hier gab es dann Abendbrot, genau so wie es die Schüler erhalten, die im Internat wohnen. Studentenfeeling pur.

Wie schon Direktor Stabel am Anfang sagte, hier an der Ballettschule sind alle freiwillig. Warum, das war nun jedem Teilnehmer von tip Backstage präsentiert von Priceless Berlin klar: Hier wird professionell und effektiv unterrichtet – und jeder fühlt sich wohl und willkommen.

Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik
Erich-Weinert-Straße 103, Prenzlauer Berg
www.ballettschule-berlin.de/

Veranstaltungen
Ballettabend: „The Contemporaries – Im Hier und Jetzt“
16.+17.03., 19.30 Uhr
Staatsoper im Schiller Theater

Tag der Offenen Tür am 25.3.

Das nächste tip Backstage präsentiert von Priceless Berlin in der Staatlichen Ballettschule Berlin findet am 27. April statt. Es geht in die Unterwelt: Der AEG Versuchstunnel – Berlins erster U-Bahn-Tunnel

 

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