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Inspirient: Dieses Berliner Startup analysiert Daten innerhalb von Minuten

©geralt, Pixabay.com

Für ihn sind Algorithmen kein Labyrinth, sondern ein effizientes Mittel zur Lösung vieler Probleme, die Unternehmer in ihrem täglichen Geschäft belasten und vor ungelöste Fragen stellen. Vor kurzem ging der fünfte Startups@Reeperbahn-Pitch in Hamburg über die Bühne. Der innovative Georg Wittenburg avancierte mit seinem Startup Inspirient zum Star des Abends: Das Kerngeschäft des 2016 gegründeten Berliner Startup ist die vereinfachte Datenanalyse und damit eine Automatisierung, die Zeit und Energie spart.

Das erfolgreiche Beispiel von Georg Wittenburg hat Vorbildwirkung für hunderte andere Unternehmer, die mit dem Gedanken spielen, ein Start Up aufzubauen und nicht den Mut finden. Viele scheitern bereits vor der Gründung, aus Angst keinen Kredit zu bekommen oder beim Abenteuer Selbständigkeit Schiffbruch zu erleiden. Aus diesen Gründen zögern viele gründungswillige Personen trotz vielversprechender Geschäftsideen, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Die Kreditaufnahme ist für viele potentielle Gründer offenbar eine große Hürde. Dabei kann man mittlerweile viele Kreditvergleichsseiten online miteinander vergleichen und die passenden Angebote seriöser Anbieter für ein Gründung oder andere Verwendungszwecke finden. Die Sorge um einen abgelehnten Kredit sollte Gründer, die sich ihren Lebenstraum erfüllen möchten, nicht hindern.

Datenanalyse vereinfacht

Was ist das Geheimnis des Erfolgs? Warum ist die hochkomplexe Aufgabe der Datenanalyse scheinbar einfach lösbar? Der charismatische CEO des Berliner Startups zeigt Mittel und Wege, wie man mit seinem Angebot die bestmögliche Antwort auf viele – auch ungestellte Fragen – in wenigen Minuten erhält. Anstatt eine unfassbaren Menge von Daten zu durchforsten oder Excel-Tabellen zu analysieren, bietet Inspirient eine einfache, aber effektive Lösung der Datenanalyse an. Der in Computer-Sciences promovierte Wittenburg gründete mit Guillaume Aimetti das Berliner Startup und schafft für viele Unternehmen rasche Lösungen.

Das Unternehmen, also der Kunde selbst, lädt Daten aus einer CSV-Datei oder Excel-Tabellen auf einer Plattform hoch. Bereits nach wenigen Minuten liefert das System wesentliche Grafiken, die nach Relevanz sortiert sind und tiefgehende Ergebnisse versprechen. Diese Daten haben unterschiedliche Aussagekraft. Der Algorithmus verrät zum Beispiel angesichts der Verkäufe die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Betrugs. Der Umsatz kann im Vergleich zu verkauften Einheiten beleuchtet werden oder liefert Informationen, wie sich der erzielte Umsatz generell auf die verschiedenen Länder verteilt.

Die Datenanalyse ermöglicht binnen kurzer Zeit die Erkennung von zuvor unklaren Mustern. Die gewonnenen Daten sind aber nicht so wichtig wie die Erkenntnisse daraus. Die Zeit, die Unternehmer bislang in die Analyse investieren mussten, können sie nun gewinnbringend in Überlegungen in Hinblick auf das Unternehmen selbst einbringen. Wie wichtig sind mir diese Grafiken oder inwieweit ist eine Anpassung des Geschäftsmodells zielführender? Eine einmalige Analyse ab rund 20 Megabyte kostet 95 Euro. Pakete für die monatliche Nutzung von zwei Anwendern beginnen ab 395 Euro. Die Zielgruppe, die das Startup Inspirient vor allem anstrebt, sind kleinere Unternehmen ohne Möglichkeit, eigene Teams für die Datenanalyse einzusetzen.

@geralt, Pixabay.com

Der Visionär Wittenburg

Die Begeisterung des Unternehmers für sein Startup und die Idee dahinter ist spürbar. Er hat offenbar noch viele Visionen und führt Christoph Kolumbus als praktisches Beispiel an. Dessen Entdeckungen beruhen auf dem Zufallsprinzip. Anstelle von Indien entdeckte Kolumbus Amerika. Das ist auch Wittenburgs Leidenschaft: Seine Begeisterung Entdeckungen in einem Bereich wie der Datenanalyse auszuleben und die Automatisierung zu vereinfachen.

Die Konkurrenz ist nicht weit entfernt, wenn sich Erfolge einstellen. IBM und andere Unternehmen sind in puncto Wettbewerb nicht von der Hand zu weisen. Wittenburg erklärt, das System könne nur Fragen beantworten und möchte das ausbauen. Sein Ziel ist es, solche Fragen zu finden, deren Tragweite Unternehmern noch gar nicht bewusst ist.

Auch beim Pitch in Hamburg war die Konkurrenz für Wittenburg greifbar. Nect, ein Startup aus Hamburg, will Passwörter für eine verifizierte digitale Identität hinfällig machen, während Sceenic den digitalen Fernsehkonsum mit Freunden inklusive Screenanzeige realisieren möchte. Taxdoo aus Hamburg arbeiten an der Automatisierung der Umsatzsteuer. Die spielerische Bildung von Kindern zwischen vier bis zehn Jahren ist das Ziel von Techspaghetti.

Herkömmliche Datenanalyse

Nicht erst seit der Diskussion um Big Data ist der Hype um Daten – Sicherheit, Analysen, Erkenntnisse – ein umkämpftes Thema. Umfrageforschungen oder klinische Studien benötigen Daten, die neue Erkenntnisse liefern und Statistiken untermauern. Die statistische Methode gewinnt Informationen aus numerischen Daten, die erhoben werden müssen.

Die deskriptive Datenanalyse arbeitet mit Daten einer Stichprobe. Werden die Daten total erhoben, beruht die Grundgesamtheit auf Kennzahlen oder grafischen Darstellungen. Aus der erhobenen Stichprobe schließt die inferenzielle Datenanalyse, während die explorative Datenanalyse Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Variablen preisgibt. Abschließend entdeckt die kontextbasierte Datenanalyse Konstellationen in Daten, die inhaltlich zusammenhängen.

Statistiken und Analysen werden mit Argumentationen durch Prozentangaben untermauert. Das entspricht nicht immer den Kriterien, die zuverlässige Datenanalysen beinhalten sollten. Damit ist die Möglichkeit einer effizienten Datenanalyse durch Inspirient sinnvoll. Die Fehlerquote ist bei der bisherigen Variante deutlich höher.

Vorteile einer Datenanalyse von Inspirient

Die Datenanalyse des Berliner Startups bereitet Daten grafisch auf, um ihren Kunden einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Die Umsetzungsgeschwindigkeit ist deutlich höher. Unterstützung bieten die Marktmechanismen, die eine zielgerichtete Arbeit ermöglichen. Kleinere Unternehmen profitieren wie große Beratungsunternehmen von der durchgeführten Datenanalyse, die aus dem Tagesgeschäft wichtige Erkenntnisse aufbereitet. Vorstellbar ist dieses Angebot zudem für Banken, strategische Abteilungen großer Konzerne sowie für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Neben dem Zugang für die Datenanalyse über die bereitgestellte Plattform, bietet das Berliner Unternehmen eine Beratung für Kunden an, um die gewonnenen Erkenntnisse zu optimieren. Der Schwerpunkt in der Arbeit liegt jedoch im Analysebereich, nicht in der Beratung. Bezahlbare Datenanalysen werden auch für mittelständische Betriebe interessiert und bieten großes Potential für Beratungsobjekte.

Die KI-gestützte Automatisierung einer Datenanalyse ist ein Nischenmarkt aufgrund der Komplexität. Self-Service Analytics bieten viele Mitbewerber an. Wittenburg sieht seine Arbeit differenzierter, denn jede durchgeführte Datenanalyse benötigt ein Ziel. Es müssen nach Abschluss der Analyse konkrete Vorlagen für Entscheidungen im operativen und strategischen Bereich vorliegen. Diese weiterführenden Entscheidungsvorschläge liefern die Datenanalysen von Inspirient. Das erforderliche Knowhow holten sich der CEO von Inspirient und sein Team aus der eigenen beruflichen Praxis.

Vorstellbare Lösungen in näherer Zukunft sind der Aufbau für eine Bewertung von Krediten, die Analyse von Patenten oder die Erkennung von Betrug. Der aktuelle aufgestellte Junior-Berater des KI wertet Daten aus, ohne explizite Expertise in der Industrie. Durch die preiswerte Datenanalyse ist es einfacher, mit Daten umzugehen, weiter zu denken. Der Kunde muss den Mehrwert einer solchen Analyse klar erkennen. Die ersten Analysen sind schlicht gehalten, der Kunde erkennt den Nutzen und kann dann größere Datensätze zur Datenanalyse weitergeben. Die Analyse erfolgt mit dem geringstmöglichen Aufwand mit dem Ziel einer konsequenten, mehrwertigen Auswertung.

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