Dokumentarfilm

„Jane“ Im Kino

Affen & Geduld – Ein Porträt über die Forscherin Jane Goodall

Mindjazz Pictures

Die Engländerin Jane Goodall ist die bekannteste Primatenforscherin der Welt; das Meiste, was wir heute über Schimpansen wissen, entstammt ihren Beobachtungen und veränderte sowohl den Blick auf die Affen als auch auf uns Menschen: dass ihr Sozialverhalten dem unseren ähnelt, dass sie Werkzeuge gebrauchen und ­regelrechte Kriege gegen rivalisierende Gruppen führen.
Brett Morgen porträtiert die 83-jährige Wissenschaftlerin auf jene ruhige und nachdrückliche Art, die auch Goodall selbst zu eigen ist. Dabei stützt sich der Regisseur auf faszinierendes Material der 1960er, als die National Geographic Society den Fotografen und Filmemacher Hugo van Lawick entsandte, um Goodalls Forschungen zu begleiten. Ein Glück, dass der Natur­filmer seine Objektive auch gern auf seine spätere Ehefrau richtete, die mit Shorts, Turnschuhen und end­loser Geduld durch den Busch stapfte, um sich den Affen behutsam anzunähern. In einem Mix aus aktuellem Interview und eigenem Kommentar blickt Goodall dazu selbst auf die wichtigsten Ereignisse im Leben und der Forschung zurück. Ihrem sanften Charme kann man sich dabei kaum entziehen.

Jane USA 2018, 90 Min., R: Brett Morgen, Start: 8.3.

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