Agentenkomödie

„Johnny English – Man lebt nur dreimal“ im Kino

Old School Comedy mit Rowan Atkinson als Geheimagent ihrer Majestät

Universal

Die Geheimagenten ihrer Majestät sind ­gerade nicht besonders erfolgreich. Tatsächlich müssen sie der britischen Premierministerin (Emma Thompson) jeden Tag immer neue Hiobsbotschaften überbringen – inklusive jener, dass ein übler Hackerangriff die Identität aller britischen Spione offengelegt hat. Da bleibt dann eigentlich nur noch einer übrig: der ebenso selbstbewusste wie unfähige Gelegenheitsagent Johnny English (Rowan Atkinson), der in seinem neuen Leben als Lehrer nur darauf gewartet hat, endlich wieder in Aktion zu treten.

Das Thema digital vs. analog zieht sich sehr vergnüglich durch die mittlerweile dritte „Johnny English“-Agentenparodie, in der English seine eigenen Leute schon allein dadurch in Verlegenheit bringt, dass er für seinen Einsatz einen Aston Martin und eine Pistole verlangt. Und mal ehrlich: Wer könnte analoger sein als ein Agent, der in einer verhakten Ritterrüstung mit einem Schwert durch ein internationales Gipfeltreffen stolpert?

Im Grunde sind die Johnny-English-Filme die Wiedergeburt der Inspektor-Clouseau-Komödien. Auch wenn Atkinson die autistische ­Komik von Peter Sellers nicht imitiert: Clouseau merkte nie, welches Chaos er anrichtete, English erkennt das schon – was den Fremdschäm-Faktor seiner Komik erheblich verstärkt. Zugegeben: Auch die Gags dieser James-Bond-Parodie entstammen überwiegend dem analogen Zeitalter – aber zum ­Lachen sind sie immer noch.

Johnny English – Man lebt nur dreimal GB/F/USA 2018, 88 Min., R: David Kerr, D: Rowan Atkinson, Olga Kurylenko, Emma Thompson, Ben Miller, Start: 18.10.

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