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Berlin verstehen

„Bonnies Ranch“: Die dramatische Geschichte der Bonhoeffer-Nervenklinik

Die dramatische Geschichte der Karl-Bonhoeffer Nervenklinik begann mit dem Willen, eine fortschrittliche Psychiatrie zu eröffnen. Die Methoden waren oft noch immer hart, später wurde sie zum Schauplatz für grausame Nazi-Verbrechen. Die Aufarbeitung war zäh, später wurde „Bonnies Ranch“ zu einem Ort der letzten Chance für West-Berliner Heroinsüchtige, auch Christiane F.. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte von Berlins berüchtigtster Nervenheilanstalt. Von Benji Haughton.

Die Karl-Bonhöffer-Nervenklinik, das Hauptgebäude der ehemaligen KArl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Foto: Imago/Schöning

Die Nervenklinik im damaligen Dalldorf sollte die Psychiatrie revolutionieren

„Die Patienten liegen mit dem Kopf nach außen in einer Zentrifuge und werden eineinhalb bis zwei Minuten lang mit 100 Umdrehungen pro Minute schnell gedreht, bis sie erst rot und dann blass werden und ihre Augen blutunterlaufen sind“, schreibt der Psychiater Karl Bonhoeffer 1940 in seiner Studie „Eine Geschichte der Psychiatrie an der Charité im 19. Jahrhundert“.

Die Ärzte setzten „Sprühmaschinen, Tauchbäder, erzwungenes Sitzen und erzwungenes Stehen“ ein, um schwere psychische Leiden zu behandeln. In überfüllten, verdreckten Psychiatrien lagen die Patienten „beschmutzt, Geisteskranke neben Geschlechtskranken und Krätzekranken“. „Die Gewalt der Mittel“, schreibt Bonhoeffer, „ist geradezu verstörend.

Dies war die Realität der psychiatrischen Behandlung in Berlin für einen Großteil des 19. Jahrhunderts. Gewalt, Fesselung und Isolation waren die üblichen Mittel zum Zweck. Das medizinische Personal war überlastet und unterbezahlt und hatte wenig Zeit für Mitgefühl. Als die Charité 1880 die „Staatliche Irren- und Idiotenanstalt Dalldorf“ eröffnete, hoffte sie, eine neue Ära der Versorgung psychisch Kranker einzuleiten.

Blick auf die Irrenanstalt der Stadt Berlin zu Dalldorf, Friedrich Albert Schwartz, 1885. Foto: Gemeinfrei

600 „Geisteskranke“ und „Verrückte“ sollten in dem Komplex im Dorf Dalldorf leben

Die Anstalt lag acht Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums in dem ländlichen Dorf Dalldorf und war die erste Einrichtung für Menschen mit psychologischen Problemen in Berlin. Sie sollte 600 Patienten aufnehmen, unterteilt in „Geisteskranke“ und „Verrückte“. Die Patienten kamen meist aus der Arbeiterklasse, Neurosyphilis, „Manie“, Schizophrenie und Epilepsie waren die häufigsten Gründe für die Einweisung. Der Standort sollte überfüllte, archaische innerstädtische Stationen ersetzen und den Patienten Freiraum und Grün bieten: Statt einer großen Anstalt, in die alle Patienten gepfercht wurden, wurde Dalldorf als Dorf konzipiert, mit zehn attraktiven gelben Backsteinbauten, die um einen zentralen Verwaltungsblock angeordnet waren.

„Die Klinik wurde ohne Luxus im Stil von Privathäusern gebaut, mit Pavillons für jedes Geschlecht, in denen jeweils 25 Patienten untergebracht waren, mit besonderen Vorkehrungen für Badebedürfnisse“, schreibt Bonhoeffer.

Psychisch Kranke in Kliniken statt Gefängnissen zu behandeln, war eine revolutionäre Idee

Neben den architektonischen Verbesserungen wollten die Dalldorf-Gründer auch den Umgang mit den Patienten verändern. Während eines Großteils der westlichen Geschichte wurden psychisch Kranke im Wesentlichen weggesperrt: Sie wurden in Anstalten eingewiesen, die Gefängnissen ähnelten, und blieben dort, selbst wenn sie eine Besserung zeigten. Doch Anfang des 19. Jahrhunderts entstand eine Reformbewegung, die argumentierte, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in Krankenhäusern und nicht in Gefängnissen behandelt werden sollten – eine damals radikale Idee.

Noch vor der Eröffnung des Dalldorfs wurde eine Gruppe von Psychiatern der Charité und anderen Experten beauftragt, aufgeklärtere Behandlungsmethoden für die Patienten zu entwickeln. Ihr Leitgedanke war die „freie Behandlung“, was den Verzicht auf die damals weit verbreiteten Zwangsjacken, Stuhl- und Bettfesseln bedeutete. Zwar gab es in Dalldorf geschlossene Stationen, aber wer gesund war, konnte an organisierten Ausflügen und Festen teilnehmen und Besuche von Verwandten empfangen, wer arbeitsfähig war, wurde in den Werkstätten des Hauses beschäftigt oder kümmerte sich um die umliegenden Gärten.

Die Behandlungen in der neu eröffneten Einrichtung waren nach heutigen Maßstäben eindeutig antiquiert – ein gängiges Mittel für schwerkranke Patienten war es, sie stundenlang in heiße Bäder zu legen -, aber der Ansatz ohne Zwang stellte einen echten Fortschritt dar.

Die Nervenklinik hatte von Anfang an ein Überlegungs- und ein Imageproblem

Doch trotz der Absichten, das Leben der Patienten zu verbessern, hatte Dalldorf von Anfang an ein Überbelegungsproblem. Innerhalb von sechs Monaten nach der Eröffnung waren mehr als 1000 akut kranke Menschen in der Einrichtung untergebracht – das Doppelte der geplanten Kapazität. Bereits mit der Eröffnung der Einrichtung hatte sich die Einwohnerzahl des ländlichen Dalldorfs über Nacht verdoppelt, und da die Patientenzahlen weiter stiegen, dauerte es nicht lange, bis die Anwohner begannen, sich über die Präsenz der Klinik zu ärgern.

Nachdem 1883 Berichte aufgetaucht waren, dass Patienten aus der Klinik geflohen waren, warnten Berliner Zeitungen vor den „Irren von Dalldorf“ und prophezeiten den baldigen „Aufstand der kriminellen Irren“. Das medizinische Personal wurde als „sentimentale Humanisten“ angegriffen, die durch ihr hemmungsloses Vorgehen die Öffentlichkeit gefährdeten. In Wirklichkeit war es ohne moderne Hilfsmittel unvermeidlich, dass das medizinische Personal Schwierigkeiten hatte, gestörte Patienten zu stabilisieren. Neben Arbeitstherapie und heißen Bädern waren die einzigen Heilmittel, die den Psychiatern zur Verfügung standen, Medikamente wie Chloralhydrat, Kaliumbromid und Kampferbromid – rohe Substanzen, die oft hochgiftig waren. Es sollte noch einige Jahrzehnte dauern, bis wirksame Psychopharmaka und Psychotherapieverfahren zur Verfügung standen.

Krankenpfleger in der Nervenklinik, 1903. Foto: Gemeinfrei

Im Ersten Weltkrieg verhungerten Hunderte Menschen in der Klinik

Die Belastung durch die wachsende Patientenmenge erreichte ein kritisches Niveau während des Ersten Weltkriegs, in dem die Lebensmittelversorgung Deutschlands blockiert war. Die Folge war eine Massenverhungern in den Berliner Kliniken, auch in Dalldorf. Die jährliche Sterblichkeitsrate von 350 Patienten vor 1914 – nach heutigen Maßstäben bereits extrem – stieg bis zur Niederlage Deutschlands 1918 auf 657. Die Kriegstragödie machte Dalldorf noch bekannter, und 1925 forderten die Einwohner, ihr Dorf in Wittenau umzubenennen, um die Verbindung zur Anstalt zu kappen. Doch die Klinik entschied sich, den Namen zu übernehmen, wurde noch im selben Jahr zu den Wittenauer Heilstätten – und stellte damit den örtlichen Bezug wieder her, den die Dorfbewohner eigentlich loswerden wollten.

Mit dem Ende der Weimarer Republik 1933 geriet der Versuch, die Klinik als fortschrittliche Kraft in der Psychiatrie zu führen, ins Stocken. Wie Deutschland, so ging auch Wittenau in seine dunkelste Zeit. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten war am Standort sofort zu spüren: Ein Zweig der Hitlerjugend begann, Gebäude für ihre Vereidigungszeremonien zu besetzen, während Dutzende von Krankenhausmitarbeitern entlassen und durch unerfahrene, aber loyale Nazi-Parteimitglieder ersetzt wurden.

Die Regierung versuchte schnell, alles zu unterbinden, was eine „gesunde“ deutsche Bevölkerung am „Gedeihen“ hindern könnte, und so wurde 1934 ein neues Gesetz zur „Verhütung erbkranken Nachwuchses“ durchgesetzt, mit dem Ziel, die „Minderwertigen“ oder „Schwachen“ vom Kinderkriegen abzuhalten. Die Konsequenz daraus war klar: Zwangssterilisationen von psychisch Kranken.

Was in der NS-Zeit in Wittenau geschah, wurde jahrelang geheim gehalten

Was genau in Wittenau während der NS-Herrschaft geschah, wurde jahrzehntelang geheim gehalten. In der Nachkriegszeit glaubte man lange Zeit, die Akten aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 seien verloren gegangen – vernichtet von NS-Ärzten, die ihre Spuren verwischen wollten. „Die offizielle Position in der Klinik war, dass es keine Dokumente oder Augenzeugen gab, die zur Aufarbeitung der Geschichte herangezogen werden konnten“, sagt Christina Härtel, eine Psychotherapeutin, die in den 1980er Jahren zum Personal in Wittenau gehörte und half, die Wahrheit aufzudecken.

Ausstellung: „Tödliche Medizin: Rassenwahn im Nationalsozialismus“ im Jüdischen Museum in Berlin. Zu sehen ist das Sterilisierungsbuch mit Fotos aus den Wittenauer Heilstätten. Foto: Imago/Gudath

Als Härtel anfing, begannen viele deutsche Institutionen, sich mit dem Thema der Nazi-Verbrechen in den eigenen Reihen auseinanderzusetzen. „Auf Betreiben des damaligen ärztlichen Direktors wurde eine Arbeitsgruppe gebildet“, sagt Härtel. Zusammen mit Kollegen rekrutierte sie den Historiker Götz Aly, der für seine Studien zum Holocaust bekannt war, um die fehlenden Akten zu finden. 1984 entdeckte die Gruppe die vermeintlich verschollenen Akten – vergraben unter 90.000 Dokumenten in den Archivkellern des Krankenhauses.

Man nahm an, dass Wittenau in der Gewaltkampagne der Nazis gegen psychisch kranke und behinderte Menschen eine untergeordnete Rolle gespielt hatte. Doch die Akten enthüllten, dass die Ärzte der Anstalt eifrig von den Sterilisationsgesetzen Gebrauch machten. Zwischen 1934 und 1938 reichte das Klinikpersonal insgesamt 1828 Anträge auf Unfruchtbarkeitsbehandlungen bei den sogenannten „Erbgesundheitsgerichten“ ein, die die Anträge fast immer genehmigten. Sobald der Arzt den Stempel hatte, wurde die Patientin in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, wo die Sterilisation durchgeführt wurde.

Wittenaus Patienten lebten alle unter der Androhung der Prozedur: 1935 sagte der ärztliche Leiter der Anstalt, Gustav Adolf Waetzoldt, dass von den 2635 Patienten der Anstalt 1498 seiner Meinung nach erbkrank“ waren. Zu Waetzoldts Opfern gehörten auch jüdische Patienten, die einem doppelten Stigma ausgesetzt waren. Von den 190 in Wittenau ansässigen Juden wurden mindestens 29 einer Unfruchtbarkeitsbehandlung unterzogen – nur wenige von ihnen überlebten die Nazis.

Das Mantra der Nazis: „Vernichte lebensunwertes Leben“

Mit dem Ausbruch des Krieges 1939 ging die Politik der Nazis von der Sterilisation zur Tötung über: „Vernichte lebensunwertes Leben“ lautete das Mantra. Die Tötung behinderter und psychisch kranker Menschen im Berliner Raum konzentrierte sich auf die Tötungsanstalt in Brandenburg an der Havel, wo fast 10.000 Menschen im Rahmen von Hitlers Aktion T4 ermordet wurden. Die Zahl der in Wittenau absichtlich getöteten Patienten ist nicht bekannt, aber die extrem hohe Sterberate der Anstalt während des Krieges ist ein starkes Indiz. Aus den von der Arbeitsgruppe aufgedeckten Akten geht hervor, dass im Jahr 1939 genau 358 Wittenauer Patienten starben, eine Zahl, die im Laufe des Krieges und der Ausweitung der Aktion T4 rapide anstieg.

Im Jahr 1944 starben 919 Menschen in der Anstalt, so dass sich die Gesamtzahl der während des Krieges verstorbenen Patienten auf 4607 erhöhte. Es gibt Hinweise darauf, dass sie an Vernachlässigung, Nichtbehandlung und Nahrungsverweigerung starben, wobei die Sterblichkeit jüdischer und ausländischer Patienten besonders hoch war. Rund 15.000 weitere Menschen durchliefen Wittenau während des Krieges – ein Drittel von ihnen starb in anderen Anstalten oder in Tötungsanstalten außerhalb Berlins.

1945 befreiten russischen Soldaten die Wittenauer Heilstätten

Russische Soldaten befreiten Wittenau im April 1945 und öffneten die Tore der Anstalt, nachdem sie sie offenbar mit einem Gefangenenlager verwechselt hatten. In einem desolaten Gesundheitszustand verließen viele der Patienten die Anstalt und kehrten nur wenige Tage später zurück, da im Nachkriegsberlin Hunger und Chaos herrschten. Hunderte von Bewohnern sollen in den folgenden zwei Jahren verhungert sein. 1946 wurde der 78-jährige Karl Bonhoeffer zum Klinikdirektor ernannt und mit der Aufgabe betraut, in der angeschlagenen Einrichtung eine halbwegs gute Versorgung aufzubauen.

Geh. Med. Rat. Prof Dr. Karl Bonhoeffer. Foto: Imago/Arkivi

Vom Krieg gezeichnet, verschlechterte sich der bauliche Zustand der Anstalt immer weiter, ein Bericht von 1961 beschrieb die Zustände als „unerträglich“. Neue Blöcke und Anbauten wurden in der Folgezeit auf dem Gelände errichtet, um das ständige Problem der Überbelegung zu lindern. Mit der Teilung der Stadt war Wittenau das einzige psychiatrische Krankenhaus für ganz West-Berlin.

Mit Beginn der 1960er Jahre verbesserte sich die Versorgung der Patienten dramatisch, da eine neue Generation von Beruhigungsmitteln eingeführt wurde, die den Bedarf an körperlicher Fixierung reduzierte. Das Leben der Patienten wurde freier: Die Mauern um die Gärten der Anstalt wurden abgerissen und die Gitter an den Fenstern entfernt. Die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik – im Volksmund „Bonnies Ranch“ genannt – wurde zunehmend von Drogenabhängigen dominiert.

In den 1970er-Jahren war Heroin in Westdeutschland auf dem Vormarsch: Die Zahl der registrierten Drogentoten stieg von 29 im Jahr 1970 auf 380 im Jahr 1977, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich weit höher liegt. West-Berlin war aufgrund seiner jungen, hedonistischen Bevölkerung besonders von der Epidemie betroffen: Mehr als die Hälfte der Drogentoten in ganz Westdeutschland ereignete sich in der Enklave. Süchtige, denen geholfen werden konnte, landeten auf Bonnies Ranch.

Entzug für Heroinsüchtige: Auch Christian F. lebte auf „Bonnies Ranch“

Eine dieser Patientinnen war Vera Christiane Felscherinow, besser bekannt als Christiane F., die Hauptfigur aus dem Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ von 1981. Sie wurde 1977 von ihrer Mutter zur Behandlung ihrer Heroinsucht in die Einrichtung gebracht, wurde aber bald nach der Einweisung rückfällig und landete wieder auf der Straße.

Die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik wurde zum Maßregelvollzug genutzt., Foto: Imago/Schöning

Nach der Wiedervereinigung wurden die Berliner psychiatrischen Kliniken neu geordnet und die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik mit dem drei Kilometer entfernten Humboldt-Klinikum zusammengelegt. Beide Standorte gingen später in der landeseigenen Klinikkette Vivantes auf, die damit begann, psychiatrische Abteilungen und ambulante Dienste aus Wittenau abzuziehen. Große psychiatrische Einrichtungen waren schon lange nicht mehr gefragt, und die Patienten wurden zunehmend in modernere Einrichtungen verlegt.

Die von Christina Härtel und ihren Kollegen aufgedeckten Akten aus der NS-Zeit wurden in der Ausstellung „Totgeschwiegen 1933-1945“ gezeigt, die 1988 eröffnet wurde und noch heute in Wittenau als nachträgliche Anerkennung der dort begangenen Verbrechen zu besichtigen ist. Härtel ist inzwischen im Ruhestand, erzählt aber weiterhin die Geschichte der Kriegsopfer durch den gemeinnützigen Verein Totgeschwiegen, der gegen die Stigmatisierung psychisch Kranker kämpft.

Ankunftszentrum für asylsuchende Flüchtlinge auf dem Gelände der früheren Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Foto: Imago/Ritter

Im Jahr 2006 – nach 126 Jahren Betrieb – wurde die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik endgültig für Patienten geschlossen und zum Verkauf angeboten. Die gelben Backsteingebäude in Wittenau verfielen, nur eine Hochsicherheits-Psychiatrie für Straftäter ist auf dem Gelände verblieben. Seit 2015 nutzen die Berliner Behörden die Gebäude als Notunterkünfte für neu ankommende Flüchtlinge. Im vergangenen Jahr wurde der Betrieb mit der Eröffnung von fünf eigens errichteten Blöcken erweitert, in denen bis zu 600 Asylbewerber vorübergehend untergebracht sind.

Ganz in der Nähe, in der weitläufigen Grünanlage, die das alte Krankenhaus umgibt, wird noch immer eine Behandlungsform praktiziert: die Hippotherapie, bei der Menschen mit neurologischen und psychischen Erkrankungen durch Reiten geholfen wird. Sanft, therapeutisch und menschlich symbolisiert diese Praxis den Wandel der psychiatrischen Behandlung seit den Anfängen von Dalldorf – ein kleiner Schritt zur Heilung der Wunden der Vergangenheit.

  • Die Geschichte ist zuerst in unserem englischen Magazin „exberliner“ erschienen.

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