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25. Sundance-Film-Festival eröffnet

Robert RedfordDas Festival feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag, doch die Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch vor Hollywood nicht halt macht, könnte den Ansturm in diesem Jahr ein wenig bremsen. Robert Redford (Bild), der das zehntägige Festival vor einem Vierteljahrhundert aus der Taufe gehoben hat, bleibt gelassen: „Das macht mir nichts aus, wenn wir weniger Besucher haben. Es könnte sogar eine gute Seite haben, wenn es weniger Remmidemmi und Zirkus gibt und wir uns wieder mehr auf das Eigentliche besinnen, die unabhängigen Filmemacher und die Qualittät der Arbeit.“
Insgesamt werden in Park City rund 120 Spielfilme aus 21 Ländern gezeigt, darunter 87 Weltpremieren und 42 Regiedebüts. In der Kategorie für ausländische Spielfilme treten mit Oskar Roehler und Oliver Hirschbiegel auch zwei deutsche Regisseure mit neuen Produktionen an. Roehler präsentiert seine 50er-Jahre-Liebesgeschichte „Lulu und Jimi“, die in Kürze auch in Deutschland startet. Hirschbiegel geht mit dem Nordirland-Drama „Five Minutes of Heaven“ für England an den Start.
Insgesamt wird sich natürlich vor allem die unabhängige Filmbranche im Sog der Finanzkrise darauf einstellen müssen, den Gürtel enger zu schnallen. Große Studios haben bereits begonnen, ihre Filmkunst-Labels zu schließen.
Umso spannender wird daher in diesem Jahr die Suche nach der goldenen Kuh, die man nur noch zu melken braucht. Spätestens seit 1989, als der damals völlig unbekannte Steven Soderbergh mit seiner Low-Budget-Produktion „Sex, Lügen und Video“ für Aufsehen sorgte und später an den Kinokassen Millionen abräumte, gilt das Sundance-Film-Festival als Sprungbrett für eine große Karriere. Jüngstes Beispiel: Colin Farell, Hauptdarsteller des letztjährigen Eröffnungsfilms „Brügge sehen – und sterben?“, wurde vor wochenfrist bei der Golden Globe-Verleihung zum besten Schauspieler gekürt.

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