Jesusfilm

„40 Tage in der Wüste“ im Kino

Ewan McGregor als Gottes Sohn

Foto: Tiberius Film

Die Bibel ist ein dickes Buch, das aber viele Fragen offen lässt. Zum Beispiel die Sache mit Jesus in der Wüste. 40 Tage zog er sich zurück zum Fasten. Dazu schreibt der Evangelist Markus: „Er lebte bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.“ Wie soll man sich das vorstellen? Am besten mit viel Fantasie, wie in Rodrigo Garcias „40 Tage in der Wüste“. Allerdings sind dieser Methode in der Wüste klare Grenzen gesetzt.

Dass Ewan McGregor irgendwann mal Jesus spielen musste, wird hier auf jeden Fall klar. Er hat alles, was zu unseren modernen Vorstellungen von dem jüdischen Propheten passt, und seit „Jesus Christ Superstar“ heißt das nun einmal, dass wir uns Jesus wie den Frontmann einer Rockband vorstellen.

McGregor hat sogar eine Doppelrolle, das hat mit dem dramaturgischen Kniff zu tun, dass der Teufel aussieht wie Jesus. Er hat Dinge mit seinem Vater zu besprechen, der aber antwortet nicht, sondern überlässt alles der Interpretation. Bei einer Familie, die mitten in der Wüste ein Haus finden will, findet Jesus Anschluss. Im Gegensatz zu anderen neueren Bibelfilmen wie „Auferstanden“ übertreibt es Rodrigo Garcia nicht mit der mystischen Show. Eine eher karge Angelegenheit, in jeder Hinsicht.

Last Days in the Desert (OT) USA 2017, 99 Min., R: Rodrigo García, D: Ewan McGregor, Ciarán Hinds, Ayelet Zurer, Tye Sheridan, Susan Gray, Start: 13.4.

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