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tip-Preview: Der Vater meiner Kinder

Im klassischen Drama ist die Katastrophe meist die letzte Wendung. Aber das moderne Kino weiß es besser. Auch Mia Hansen-Loves zweite Regiearbeit erzählt mit Sensibilität und Verve vom Dasein nach dem Schicksalsschlag. „Der Vater meiner Kinder“ (Kinostart: 20. Mai, in Berlin im Filmkust 66, Central und fsk) ist zwar in der Filmbranche angesiedelt, ragt aber weit über die herkömmliche Nabelschau hinaus, in dem sie einen ungewohnten Blickwinkel wählt: Sie kreist um die Ökonomie der Verantwortung. In ihrem Zentrum steht ein idealistischer Hasardeur, der hingebungsvolle Produzent und Familienvater Grйgoire Canvel (hinter dem das reale Vorbild Humbert Balsan durchscheint), der nach Kräften versucht, beide Rollen in Einklang zu bringen. Als seine Firma in immer heillosere Turbulenzen gerät, leugnet er die Realitäten so lange, bis er keinen Ausweg mehr weiß. Großzügig reflektiert die Regisseurin das Wesen der Vaterschaft und beweist ihr Gespür für unverbrauchte Darsteller und Schauplätze.
Wir zeigen „Der Vater meiner Kinder“ (OmU) am Mittwoch, den 12. Mai als Preview in den Hackeschen Höfen.

Der Vater meiner Kinder (OmU) – Termine, Bildergalerie
im Kino Hackesche Höfe

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