Kino & Stream

6. Russische Filmwoche im Russischen Haus

Ironie der Liebe

Bereits zum sechsten Mal gewährt die Filmwoche Einblicke in das gegenwärtige und historische Kino Russlands. Im Hauptprogramm laufen vor allem Filme, die in ihrer Heimat zu großen Publikumserfolgen wurden, die hierzulande aber noch nicht regulär auf der Leinwand zu sehen waren. So spielte die Retro-Komödie „Am Rande der Welt“ von Alexej Utschitel bereits am ersten Wochenende umgerechnet über zwei Millionen Euro ein. Erzählt wird die Geschichte eines Kriegsheimkehrers, den es in ein verschlafenes Nest im tiefsten Sibirien verschlägt und der diesen Mikrokosmos gehörig durcheinander bringt – spätestens als er sich in das schönste Mädchen des Dorfes verliebt. Unterhaltung versprechen auch die Romanze „Ironie der Liebe“ (Foto), der in der Arktis spielende Abenteuerfilm „Wie ich den Sommer beendete“ (Silberner Berlinale-Bär 2010) und die Neureichen-Farce „Orangensaft“, letzterer fotografiert von Tarkowskij-Kameramann Wadim Jusow. Neben diesen aktuellen Kassenschlagern werden beliebte Kinderfilme aus den 60er- und 70er-Jahren wiederaufgeführt. Und eine Retro­spektive macht mit dem Werk des im Westen noch unbekannten Experimentalfilmemachers Wladimir Kobrin (1942–1999) vertraut.

Text: Claudia Lenßen

6. Russische Filmwoche, 24. bis 30. November; Hauptspielort: Russisches Haus der Kultur und Wissenschaft

www.russische-filmwoche.de

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