Thriller

„7 Tage in Entebbe“ im Kino

„7 Tage in Entebbe“ schildert genau die Flugzeugentführung von 1976

2018 eOne Germany

Ein Flugzeug auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris. An Bord: etliche israelische Staatsbürger – sowie zwei Mitglieder der Volksfront zur Befreiung Palästinas und zwei Deutsche von den Revolutionären Zellen. Ihre Forderung nach der Entführung: die sofortige Freilassung von 52 inhaftierten Palästinensern aus diversen Gefängnissen, die freigepresst werden sollten.

2008 bekam José Padilha mit seinem intensiven Favela-Thriller „Tropa de Elite“ völlig verdient den Goldenen Bären der Berlinale. Nun hat sich der Brasilianer der Flugzeugentführung von Entebbe 1976 angenommen. Er zeigt nicht nur minutiös die Vorbereitungen zur Terrortat, sondern auch die Aktivitäten der israeli­schen Regierung unter Verteidigungsminister Shimon Peres (Eddie Marsan) und Regierungschef Jitzchak Rabin (Lior Ashkenazi). Im Zentrum des Geschehens: Brigitte Kuhlmann (Rosamund Pike) und Wilfried Böse (Daniel Brühl), jene beiden Linksradikalen, die mit ­ihren mysteriösen palästinensischen Komplizen in Entebbe, der Hauptstadt Ugandas, landen – und damit im Epizentrum der Diktatur von Idi Amin (Nonso Anozie).

Eine schweißtreibende und für alle Involvierte nervenzerfetzende Szenerie – intensiv und aufwändig inszeniert. Allerdings bleiben Brühl und Pike ziemlich blass, das Ganze kommt zudem kaum über einen zwar solide gemachten, aber nicht überragenden Thriller mit politischen Hintergründen hinaus.

7 Days in Entebbe USA/GB 2018, 107 Min., R: José Padilha, D: Daniel Brühl, Rosamund Pike, Eddie Marsan, Start: 10.5.

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