Melodram

„A United Kingdom“ im Kino

Manche Geschichten kann nur das Leben selbst schreiben. Zum Beispiel jene von Seretse Khama (David Oyelowo, „Selma“) und Ruth Williams (Rosamund Pike, „Gone Girl“)

Foto: Alamode Pathe UK

Ersterer ist der König von Bechuanaland (dem heutigen Botswana), letztere eine junge Britin. Die beiden lernen sich während Seretses Jura-Studium in London Ende der 1940er-Jahre kennen und lieben. Und gegen Widerstände von allen Seiten – Eltern, die britische Regierung, das Apartheid-Südafrika, Seretses mächtiger Onkel Tshekedi (Vusi Kunene) – heiraten sie. Seretse reist mit seiner blonden Gattin ins heimische ­Afrika, wo sie sich nun wiederum innerhalb dieser Gesellschaft durchsetzen muss. Doch die Regierungen kämpfen mit heimtückischen Methoden gegen diese schrankenüberwindende Beziehung, die einfach nicht sein darf; schließlich wird es Seretse nach einem neuerlichen England-­Aufenthalt verboten, nach Afrika zurückzukehren.
Die Sympathien sind klar verteilt in dem auf Tatsachen beruhenden Melodram. Regisseurin Amma Asante, die schon 2013 in „Dido Elizabeth Belle“ Rassismus im historischen Gewand thematisierte, erzählt die Geschichte mit dem hier auch nötigen Schuss Pathos.

A United Kingdom GB/CZ 2016, 111 Min., R: Amma Asante, D: David Oyelowo, Rosamund Pike, Tom Felton, Start: 30.3.

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