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„Abraham Lincoln Vampirjäger“ im Kino

Abraham Lincoln Vampirjäger

Wer hätte das geahnt: Der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat nicht nur gegen die Sklaverei, sondern auch gegen die heimliche Herrschaft blutrünstiger Vampire gekämpft, die Amerika infiltrieren wollten. Schon als kleiner Junge muss Abraham Lincoln mit ansehen, wie seine Mutter des Nachts im Bett von einem lüsternen Vampir gemeuchelt wird. Das macht hart.
Wenn sich ein russischer Regisseur wie Timur Bekmambetov („Wächter der Nacht“) in Hollywood an amerikanischer Geschichte vergreift, könnte man auf subversiv unterwandertes Trivialkino hoffen. Doch das von Tim Burton produzierte Effektspektakel sieht aus wie ein uninspiriertes Computerspiel auf Autopilot, und die Protagonisten sind nicht mehr als grob charakterisierte Spielfiguren, für die man nur wenig Empathie empfinden kann. Alles ist möglich in dieser von digitalen Spezialeffekten dominierten Geschichtsverfälschung, aber nichts ist auch nur annähernd glaubwürdig. Selbst die Blutspritzer kommen aus dem Computer.

Text: Jörg Buttgereit

Foto: 2012 Twentieth Century Fox

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Abraham Lincoln Vampirjäger“ im Kino in Berlin

Abraham Lincoln Vampirjäger (Abraham Lincoln: Vampire Hunter), USA 2012; Regie: Timur Bekmambetov; Darsteller: Benjamin Walker (Abraham Lincoln), Dominic Cooper (Henry Sturgess), Anthony Mackie (Will); 105 Minuten; FSK 16

Kinostart: 3. Oktober

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