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ACHTUNG!!! Verlegt: The Oh Sees spielen im Lido

The Oh Sees

Es ist nicht ganz einfach, bei The Oh Sees den Überblick zu behalten. Sicher ist, dass ihre Aufnahme-Karriere im Jahr 2006 mit dem Album „The Cool Death Of Island Raiders“ und dem Underground-Hit „Gilded Cunt“ begann. Der Sound war billig, die Stimmen hörten sich wie im Kinderfernsehen an, die Texte waren albern, und trotzdem liebte man das dilettantische Treiben. Ihr folgendes Album mit dem ebenfalls ungewöhnlichen Titel „The Master’s Bedroom Is Worth Spending A Night In“ erschien zwei Jahre später in Köln beim kleinen Tomlab-Label und wurde in Berlin unter anderem bei einem Konzert im Vorprogramm von Black Mountain vorgestellt. Von der Hauptband hat man seitdem nicht mehr viel vernommen, dafür umso mehr von The Oh Sees. Von ihnen gibt es jetzt ein ganzes Dutzend Veröffentlichungen. Dieser Output ist nicht zuletzt dafür verantwortlich, dass San Francisco, die Heimatstadt der Band, heute als neue Indie-Rock-Kapitale gilt. Auch in diesem Jahr waren The Oh Sees alles andere als untätig. Auf dem Album „Floating Coffin“ hört sich vieles fokussierter und kraftvoller als vor sieben Jahren an. Das Zusammenspiel von Gitarrist John Dwyer und Keyboarderin Brigid Dawson, die beide auch singen, hat sich enorm verbessert. Sie manövrieren das Quintett immer mehr in die Richtung von herrlich dröhnendem Garagenrock. Schließlich muss noch ein Hinweis zum Fernsehprogramm erlaubt sein. Fans der Serie „Breaking Bad“ kennen den Song „Tidal Wave“. Er untermalt das Pool-Gemetzel in der zehnten Folge der vierten Staffel. Wer es noch nicht weiß: Alles, was in irgendeiner Weise mit „Breaking Bad“ zu tun hat, ist Gott.

Text: Thomas Weiland

The Oh Sees, Lido, Di 23.7., 21 Uhr, VVK 15 Euro

Aufrund des Brandes im Festsaal Kreuzberg ist das Konzert ins Kreuzberger Lido verlegt worden. Bereits gekaufte Karten bleiben gültig.

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