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Action-Thriller „Yellow Sea“

The_Yellow_SeaIn der Nähe der Stadt Yanbian liegt eines der unwirtlichsten Gebiete dieser Welt. Nordkorea, China und Russland grenzen hier aneinander in einer Zone eingeschränkter Staatsgewalt. Von dieser Zone handelt letztendlich der koreanische Thriller „Yellow Sea“, in dem Na Hong-jin die Geschichte des jungen Taxifahrers Gu-nam erzählt, dessen Frau nach Korea ging, um dort Geld zu verdienen. Sie hat seither nichts mehr von sich hören lassen, alle mutmaßen, sie hätte einen Liebhaber.

Deswegen hat Gu-nam noch eine zweite Aufgabe vor sich, als er für einen lokalen Paten einen Mordauftrag übernimmt, für den er illegal nach Korea reisen muss. Er will seine Frau finden und notfalls bestrafen. Das zersplitterte Hochzeitsfoto ist ein visuelles Leitmotiv in „Yellow Sea“, in dem zunehmend die Gewalt überhandnimmt. Es ist eine wilde, groteske, viehische Gewalt, aber auch eine virtuose Gewalt, die aus dem unglaublichen Überlebenswillen von Gu-nam erwächst. „Yellow Sea“ ist ein Höhepunkt des asiatischen Genrekinos, doch einer, der so unter die Haut geht, dass man ihn sich lieber vom Leib halten möchte.

Text: Bert Rebhandl
Foto: Twentieth_Century_Fox
tip-Bewertung: Zwiespältig 

Hwanghae
– Yellow Sea
im Kino in Berlin
Südkorea 2010;
Regie: Na Hong-jin; Darsteller: Ha Jung-woo (Gu-nam), Kim Yun-seok (Myun-Ga);
141 Minuten; FSK k.J.;
Kinostart: 24. Mai

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