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„Adieu Paris“ im Kino

Adieu Paris

Es gibt immer wieder französische Filme, die zugleich sehr viel leichter und sehr viel pathetischer daherkommen als ihre deutschen Pendants. Über die großen Fragen – die Liebe! das Leben! – darf genüsslich poetisiert werden, weil Paris im Hintergrund immer gut aussieht, und die Provinz mit ihren mit Wurst, Käse und Wein üppig-überladenen Tischen sowieso. Sex darf tief und leidenschaftlich, aber die Liebe auch gerne mal leicht sein und ohne allzu viele klärende Gespräche zu Ende gehen.
Genau so ein französischer Film ist die vorwiegend deutsche Produktion „Adieu Paris“, in der es einerseits um ein Liebesdreieck zwischen einer deutschen Autorin (Jessica Schwarz), einer französischen Zahnärztin (Sandrine
Bonnaire) und deren ins Koma gefallenem Ehemann (Jean-Yves Berteloot) geht, andererseits um einen Investmentbanker (Hans-Werner Meyer), der auf einen betrügerischen, aber ach so charmanten Wursthersteller (Gйrard Jugnot) hereinfällt und sein Leben neu ordnen muss. Das ist mal wahrhaftig und anrührend, mal hart an der Grenze zum Kitsch – aber fast durchgehend sehenswert. Frankreich sieht halt immer gut aus, vor der Kamera von Hagen Bogdanski sowieso.

Text: Catherine Newmark

Foto: Ricardo Vaz Palma / WÜSTE / IRIS PRODUCTIONS

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Adieu Paris“ im Kino in Berlin

Adieu Paris, Deutschland/Luxemburg/Frankreich 2012; Regie: Franziska Buch; Darsteller: Jessica Schwarz (Patrizia Munz), Hans-Werner Meyer (Frank Berndssen), Sandrine Bonnaire (Françoise Dupret); 101 Minuten; FSK 6

Kinostart: 11. Juli

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