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„Afrikamera“ im Kino Arsenal

Gangster Project

Ein junger, weißer Filmstudent aus Kapstadt hat eine Vision: Er möchte mit möglichst authentischen Protagonisten einen Gangster-Film drehen. Also, so erzählt es der deutsch-südafrikanische Film „Gangster Project“ (Szenenfoto) von Teboho Edkins, macht er sich auf ins nächstgelegene Township, um glaubwürdige Darsteller zu finden. Dass sein Projekt gerade wegen seiner Realitätsnähe irgendwann völlig aus dem Ruder zu laufen droht, ist nicht nur eine Wendung, die die Spannung des Films erhöht, sondern es ist auch symptomatisch für die Art, wie Weiße schwarzes Leben in Afrika oft begreifen. Das Filmfestival „Afrikamera“ versucht, die Perspektiven geradezurücken und afrikanische Lebenswirklichkeiten aus den Augen der Betroffenen zu zeigen. Dazu werden in diesem Jahr die wichtigsten Beiträge von Filmfestivals aus Mosambique, Ruanda, Kenia und Tunesien präsentiert.

Text: Eva Apraku

Afrikamera, Mi 16.11. bis So 20.11, Kino Arsenal

www.afrikamera.de

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