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"Akt" im Kino

"Akt" im Kino

Mehrere Minuten in einer bestimmten Pose verharren und sich von einem Dutzend Augenpaaren betrachten lassen – und das völlig nackt. Als Aktmodell stellt man den eigenen Körper mit all seinen Makeln und Mängeln der Kunst zur Verfügung. In "Akt" werden vier Personen vorgestellt, alle mit sehr unterschiedlichen Schicksalen. Eines haben sie jedoch gemeinsam: In ihrer Freizeit fungieren sie hin und wieder als Aktmodelle. Der Film gibt einen Einblick in die Welten der Protagonisten und deckt auf, welche Rolle das Aktstehen in ihrem Leben spielt.
Die vielen langsamen und langen Kamerafahrten um die lebenden Skulpturen, unterlegt mit klassischer Musik, wirken kontemplativ, auch die flache Spannungskurve trägt dazu bei. Doch es stehen hier hauptsächlich die Leben der Protagonisten im Vordergrund. Diese geben sehr private Einblicke in ihre Biografien, die teilweise intimer sind als die Nacktheit, um die es eigentlich geht.  

Text: Jens Hollah

Foto: Real Fiction

Orte und Zeiten: Akt

Akt D 2015, 105 Min., R: Mario Schneider

Kinostart:
Do, 14. April 2016

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