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„All You Need Is Klaus“ im Kino

All You Need Is Klaus

Klaus Voormann gehört zu den sonst eher unbesungenen Helden der Rock- und Popszene. Dabei war der deutsche Bassist und Grafiker in den 1960er- und 70er-Jahren stets überall dort zu finden, wo entscheidende Entwicklungen stattfanden: In Hamburg beeinflusste er mit seinem „Exi“-Stil die Beatles, mit denen er sich angefreundet hatte, später dann schuf er das tolle Collagencover für ihre beste Platte „Revolver“. Als Musiker hatte Voormann mit der Manfred Mann Band riesige Hits wie „Mighty Quinn“, trat mit John Lennons Plastic Ono Band in Toronto auf, spielte auf den Soloalben von Harrison und Starr und adelte mit seinem Bassspiel die Platten von 70er-Jahre-Koryphäen wie Harry Nilsson, Carly Simon und Randy Newman.
Anlass für die Dokumentation von Jörg Bundschuh sind die Aufnahmen zu Voormanns Album „A Sideman’s Journey“, die ihn noch einmal mit vielen seiner alten Kollegen zusammenbringt. Das klingt ein wenig nach Selbstbeweihräucherung, doch tatsächlich ist Voormann ein bescheidener Typ, der in seiner sympathischen Art viel zu erzählen weiß über jene interessanten Zeiten. Und dass ihn die Kollegen lobpreisen, ist sowieso klar: All You Need Is Klaus.

Text: Lars Penning

Foto: Zorro Filmverleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „All You Need Is Klaus“ im Kino in Berlin

All You Need Is Klaus, Deutschland 2009; Regie: Jörg Bundschuh; 90 Minuten; FSK 0

Kinostart: 30. Juni

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