Tragikomödie

„Alle Farben des Lebens“ im Kino

Geschlechtsverwirrungen werden gefeiert

Foto: TOBIS Film

Ramona (Elle Fanning) ist 16 und mit der lesbischen Großmutter Dolly (Susan Sarandon), deren Lebensgefährtin Frances (Linda Emons) und der alleinerziehenden Mutter Maggie (Naomi Watts) aufgewachsen. Seit sie denken kann, fühlt sich Ramona als Junge und will Ray genannt werden. Nun soll endlich die Hormonbehandlung in Gang gesetzt werden, die sie auch körperlich männlicher macht. Doch Maggie plagen Gewissensbisse. Soll sie Rays Wunsch nachkommen? Was ist, wenn Ray in ein paar Jahren anders fühlt? Zudem ist für die Zustimmung auch die Unterschrift von Rays Vater Craig vonnöten ist. Der lebt längst einen anderen Alltag mit neuer Familie. Maggie besucht Craig, um ihn zur Unterschrift zu bewegen. Verdrängte Konflikte treten zutage.
Trotz der Schwierigkeiten entpuppt sich dies als liebenswerte Tragikomödie mit einem weiblichen Cast, der sensible Klippen durch glaubwürdiges Spiel meistert. Setting, Atmosphäre und die Geschichte erinnern an Lisa Cholodenkos „The Kids Are All Right“ (2010). Letztlich ist dies ein weiterer ­Beleg dafür, dass es am besten ist, wenn „jeder nach seiner ­Fasson selich werde“ (Friedrich der Große).

About Ray (OT) USA 2015, 93 Min., R: Gaby Dellal, D: Elle Fanning, Naomi Watts, Susan Sarandon, Linda Emons, Start: 8.12.

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