Kino & Stream

Alle wollten Scarlett sehen

Lucy

Einen mächtigen Start legte „Lucy“ mit Scarlett Johansson in den deutschen Kinos hin und belegte nicht nur Platz eins, sondern holte sich gleich einen Bogey für mehr als 1000 Besucher pro Kopie. Der philosophische Actionfilm von Luc Besson brachte es in 447 Kinos auf 460.000 Besucher und spielte damit 3,8 Mio. Dollar ein. Es ist der sechstbeste Kinostart in diesem Jahr und der beste Start eines Besson-Films in Deutschland nach „Das fünfte Element“, der 1997 mit knapp 750.000 Zuschauern losgelegt hatte.
Auf Platz zwei findet sich der Vorwochenspitzenreiter „Planet der Affen: Revolution“, der am zweiten Wochenende auf 265.000 Besucher und ein Einspiel von 2,8 Mio. Euro kam. Gesamt liegt der Erfolgsfilm damit bei 870.000 Zuschauern – „Planet der Affen: Prevolution“ hielt sich vor drei Jahren zum gleichen Zeitpunkt mit 770.000 Besuchern spürbar schlechter.
Der Sensationsfilm „Monsieur Claude und seine Töchter“ schreibt weiterhin die Erfolgsgeschichte des laufenden Kinojahres: Mit 255.000 Kinogängern und einem Umsatz von 2,0 Mio. Euro legte die französische Hitkomödie am vierten Wochenende abermals zu und durchbrach die Eine-Mio.-Besucher-Schallmauer – gesamt schlagen bereits mehr als 1,1 Mio. Zuschauer zu Buche. Die letzte französische Produktion mit mehr als einer Mio. Besucher war „Ziemlich beste Freunde“.
Auf Platz vier landete „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ mit 220.000 Besuchern und 1,7 Mio. Euro Einspiel. Gesamt hat der Animationshit aus dem Hause DreamWorks Animation damit knapp zwei Mio. Besucher auf der Habenseite und könnte sich womöglich noch einen Bogey in Silber sichern. Die Top fünf dieses beachtlich guten Kinowochenendes, an dem insgesamt acht Filme sechsstellige Besucherzahlen hatten, beschließt „22 Jump Street“ mit 175.000 verkauften Tickets und einem Einspiel von 1,4 Mio. Euro. Damit ist auch die Actionkomödie mit Channing Tatum und Jonah Hill nach dem dritten Wochenende nunmehr Besuchermillionär – der 19. des laufenden Kinojahres. Es ist mittlerweile dreimal so stark in den deutschen Kinos wie der erste Teil von 2012.
„Saphirblau“ von Felix Fuchssteiner belegte bei seinem Start in 442 Kinos Platz sieben mit einem Einspiel von 1,1 Mio. Euro bei 150.000 verkauften Tickets. Der erste Teil der Romantrilogie von Kerstin Gier, „Rubinrot“, war im Frühjahr vergangenen Jahres nur mit 115.000 Zuschauern gestartet. Direkt dahinter landete „Planes 2: Immer im Einsatz“, der es in 501 Kinos ebenfalls auf 150.000 Besucher und ein Einspiel von knapp 1,1 Mio. Euro schaffte. „Planes“ war im letzten Jahr noch mit 195.000 Besuchern gestartet. Knapp an der Top Ten scheiterte „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“, der in 204 Kinos 60.000 Kinogänger anlockte und 500.000 Euro einnehmen konnte. „Jimmy’s Hall“, der vermeintlich letzte Film von Regielegende Ken Loach, schaffte es in 64 Locations mit 10.000 Besuchern und 75.000 Euro Boxoffice auf Platz 17.
Seine beeindruckende Erfolgsgeschichte schreibt „Wir sind die Neuen“ von Ralf Westhoff weiter, der sich am fünften Wochenende zwar langsam aus den Top Ten verabschiedet, aber bei 65.000 Besuchern und 500.000 Euro Einspiel noch einmal zulegen konnte. Gesamt hält der Sleeper-Erfolg nunmehr knapp vor der halben Besuchermillion. „Die geliebten Schwestern“ von Dominik Graf hält sich auf Platz 13 ebenfalls blendend: Zum dritten Mal in Folge lockte das Historienepos 25.000 Zuschauer an und spielte 200.000 Euro ein. Gesamt kann der Film nunmehr auf sechsstellige Besucherzahlen verweisen. „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ kann sich am sechsten Wochenende über weitere 35.000 Zuschauer und 200.000 Euro Einspiel freuen und hält nun gesamt bei der 500.000-Zuschauer-Marke.

Gesamt wurden am zweitbesten Wochenende des laufenden Kinojahres 2,2 Mio. Besucher gezählt, die für einen Umsatz von knapp 20 Mio. Euro sorgten.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Universal Pictures

Mehr über Cookies erfahren