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„Altiplano“ mit Jasmin Tabatabai im Kino

Cinema Novo und europäisches Kunstkino, peruanisches Requiem und einen deutsch-belgisch-iranischen Trauermarsch bringt „Altiplano“ auf der peruanischen Hochebene zusammen. Eine verloren gegangene Quecksilberladung vergiftet dort ein ganzes Dorf, die Aggression der indigenen Opfer richtet sich aus­gerechnet gegen jene, die helfen wollen. Niedergestreckt von ­einem Stein der wütenden Dorfmadonna (Magaly Solier) liegt nach einer Filmstunde der belgische Arzt im Dorfstaub, seine Frau (Jasmin Tabatabai) macht sich von Europa nach Peru auf, um zu verstehen und verliert sich in Bildern, die zwischen Diesseits und Jenseits schweben.
Das US-belgische Regiepaar Jessica Woodworth und Peter Brosens sucht die ganz großen Bilder und übersiedelt die gemeinsame Verehrung für Theo Angelopoulos und Andrej Tarkowskij in die peruanischen ­Anden, was einige interessante Momente herstellt, aber auch zunehmenden Leerlauf in einer Erzählung, die sich schließlich ganz in der Symbolarbeit auflöst.

Text: Robert Weixlbaumer

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Altiplano“ im Kino in Berlin

Altiplano, Deutschland/Belgien/Niederlande 2009; Regie: Peter Brosens, Jessica Woodworth; Darsteller: Magaly Solier (Saturina), Olivier Gourmet  (Max), Jasmin Tabatabai (Grace); 106 Minuten

Kinostart: 24. Juni

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