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„Altman“ im Kino

Altman

Er war ein unabhängiger Geist, der seinen eigenen Regeln folgte, sei es mit originellen Genrevarianten wie dem elegischen Schneewestern „McCabe & Mrs. Miller“ oder dem alternativen Noir-Klassiker „The Long Goodbye“, sei es in Ensemblestücken, die seine Schauspieler glänzen ließen, wie „Nashville“ oder „Short Cuts“: Der 2006 verstorbene Robert Altman gehörte in den 70er-Jahren zu den Erneuerern des amerikanischen Kinos, war aber schon seit 1957 im Film- und Fernsehgeschäft tätig. Doch erst der kommerzielle Durchbruch mit „M.A.S.H.“ verschaffte ihm die Freiheit, Filme nach seiner Vorstellung zu machen.
In „Altman“ zeichnet der kanadische Dokumentarist Ron Mann („Comic Book Confidential“) Altmans Karriere mit ihren Erfolgen und Misserfolgen chronologisch nach und kann sich dabei auf die Unterstützung von Altmans Familie verlassen, die ihm für diesen Film zahlreiche Home-Movies zur Verfügung gestellt hat; Altman selbst ist in zahlreichen Archivaufnahmen, etwa Talkshows oder Podiumsdiskussionen, zu erleben.
Die Wertschätzung, die Schauspieler ihm entgegenbrachten, unterstreicht der Film damit, dass es vor allem sie sind, die auf die Frage antworten, was denn „altmanesk“ sei, was also das Besondere seiner Arbeitsweise ausgemacht habe. Am 20. Februar wäre Altman 90 Jahre alt geworden.

Text: Frank Arnold

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Sandcastle 5

Orte und Zeiten: „Altman“ im Kino in Berlin

Altman,
Kanada 2014; Regie: Ron Mann; 96 Min.

Kinostart: Do, 19. Februar 2015

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