Kino & Stream

„Am Anfang war das Licht“ im Kino

amanfangwardasEingepfercht in einen engen Käfig hockt in Franz Kafkas gleichnamiger Erzählung ein Hungerkünstler, der periodisch 40 Tage lang keinen Bissen zu sich nimmt. Tatsächlich gab es seit Menschengedenken Asketen, die über lange Zeit nichts aßen, meist mit dem Ziel, in religiöse Verzückung oder zu einer Erleuchtung zu gelangen. P.A. Straubinger stellt nun einige Zeitgenossen vor, die gänzlich auf Essen verzichten zu können meinen, sogar über Jahre hinweg. Wissenschaftler und Experten aus aller Welt äußern sich dazu. Dabei wird klar, dass die angeblichen „Hungerkünstler“ oft Scharlatane sind wie die Australierin Ellen „Jasmuheen“ Greve, die – aus Geltungsdrang und um viel Geld mit Publikationen, Vorträgen und Showauftritten zu verdienen – behauptet, seit 1993 ohne feste Nahrung leben zu können. Phänomenal dagegen ist der indische Fakir Mataji, der unter ständiger Beobachtung in einer Klinik zwei Wochen weder aß noch trank, auch nicht urinierte. Nachahmenswert ist das nicht, wie schon Buddha erkannte: Als er durch extremes Fasten dem Tode schon nahe war, nahm er wieder Speisen zu sich und empfahl fortan maßvolle Ernährung.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Am Anfang war das Licht“ im Kino in Berlin

„Am Anfang war das Licht“ Österreich 2009; Regie: P.A. Straubinger; 90 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 28. Oktober

Mehr über Cookies erfahren