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„Am Hang“ mit Henry Hübchen und Martina Gedeck

Am_Hang_c_AliochaMerker2011_ArsenalFilmverleihZwei Männer lernen sich auf der Seeterrasse eines Tessiner Traditionshotels kennen. Der jüngere, Thomas, glaubt im besten Falle an zügig getaktete serielle Monogamie. Der andere, Felix (Henry Hübchen), hat seine rasend geliebte Frau verloren und sagt Dinge wie: „Rückschau ist wichtig, wenn auch nicht zeitgemäß, ich öffne den Mund ja kaum mehr, um Sätze zur Jetztzeit zu sagen, weil mir die Jetztzeit ständig das Wort abschneidet.“ Dieser pointierte Sound passt hervorragend zu dem gekonnt unkonzentrierten Hübchen-Stil, bei dem noch torkelndes Selbstmitleid eine aggressiv schimmernde Kante hat.

„Am Hang“, der zugleich beiläufig und zwingend erzählte Roman des Schweizers Markus Werner, ist ein gutes Buch, doch der Film funktioniert besser ohne vorherige Lektüre. Denn ein wichtiger Teil der Geschichte bleibt lange im Dunkeln, und auch hier soll nichts verraten werden über den Ausgang des von Markus Imboden souverän verfilmten Psychokrimis über Liebe und Eifersucht.

Text: Stella Donata Haag

Foto: Aliocha Merker 2011 / Arsenal Filmverleih

tip-Redaktion: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Am Hang“ im Kino in Berlin

Am Hang Schweiz/Deutschland 2013; Regie: Markus Imboden; Darsteller: Henry Hübchen (Felix), Martina Gedeck (Valerie/Bettina), Maximilian Simonischek (Thomas); 95 Minuten; FSK 12

Kinostart: 28. November

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