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„Amapola“ im Kino

Amapora

Eugenio Zanetti ist eigentlich Production Designer und hat als solcher für den Kostümfilm „Restoration“ in den 1990er-Jahren sogar einmal einen Oscar gewonnen. Dass er als Regisseur hingegen keine Ahnung hat, was er tut, zeigt das seltsame Ausstattungsdrama „Amapola“, das auf ziemlich wüste und theatralische Weise eine Familiengeschichte vor mondäner Hotelkulisse mit Shakespeares „Mittsommernachtstraum“, gelegentlichem Operngesang sowie Tango- und Mamboeinlagen vermischt. Das fotografische Konzept des Films erschöpft sich in einem nervtötend goldgelben Glanz der Nostalgie, der über alledem unablässig wabert, und als Chefdramaturgin des Ganzen war offenbar Pippi Langstrumpf tätig: „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Klingt lustig, ist es aber nicht.

Text: Lars Penning

Foto: 2015 Twentieth Century Fox

Orte und Zeiten: „Amapola“ im Kino in Berlin

Amapola, Südafrika/USA 2014; Regie: Eugenio Zanetti; Darsteller: Camilla Belle (Ama), François Arnaud (Luke), Geraldine Chaplin (Meme); ?86 Minuten

Kinostart: Do, 18. Juni 2015

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