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AnimaHistory im Zeughauskino

Duck and CoverFilme wie „Persepolis„, in dem die Autorin Marjane Satrapi ihre rebellische Jugend im Iran der Mullahs beschreibt, und „Waltz with
Bashir
„, der die (Nicht-)Erinnerungen des Regisseurs Ari Folman an den Libanonkrieg des Jahres 1982 in surreale Bilder fasst, haben in den vergangenen Jahren die Gattung des dokumentarischen Animationsfilms etabliert. Die Filmreihe „AnimaHistory“ geht den Vorläufern dieser Entwicklung nach: Schulungsfilme, Kriegspropaganda und Werbefilme für politische Ideen – sie alle haben sich der Ausdrucksmöglichkeit des Zeichen­tricks bedient, um ihre Botschaften zu transportieren. „Duck and Cover„, das gibt etwa der gleichnamige, absurde Schulungsfilm aus dem Jahr 1952 (Abb.) der amerikanischen Bevölkerung als guten Ratschlag im Falle eines Atombombenangriffs mit auf den Weg und präsentiert dazu eine Schildkröte mit Stahlhelm als sympathischen Luft­schutzhelfer. Zu sehen sind die „historischen“ Animationsfilme im Zeughauskino noch bis Ende September.

Text: Lars Penning

AnimaHistory im Zeughauskino, bis So 27. September

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