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„Anton Corbijn Inside Out“ im Kino

Anton Corbijn Inside Out

Mit seinen intensiven Fotos aus der Welt der Rockmusik hat Anton Corbijn Weltgeltung erlangt, ebenso wie mit originellen Videos für Depeche Mode und mit seinen Spielfilmen „Control“ und „The American“. Doch über den Niederländer ist als Person kaum etwas bekannt, bislang verschwand der öffentlichkeitsscheue Künstler eher hinter seinen Werken.
Für die Dokumentation „Anton Corbijn Inside Out“ aber öffnete er sich und ließ zu, dass Regisseurin Klaartje Quirijns ihn eben nicht nur bei seiner Arbeit begleitete, sondern auch tief in seine Persönlichkeit eintauchte. Ohne Werk und Person gleichsetzen zu wollen, verdeutlicht der Film, wie sehr sich beides doch bedingt: Die harsche Schwarz-Weiß-Ästhetik von Corbijns Fotos, seine Faszination für Loner und Darstellungen des Todes gehen nicht zuletzt auf eine einsame Jugend als Sohn eines protestantischen Pastors zurück, in der Rockmusik und Fotografie stets auch eine Flucht in ein anderes Leben bedeuteten. Letztlich, so erklärt es „Metallica“-Gitarrist James Hetfield anschaulich, bestechen Corbijns Fotos vor allem deshalb, weil er die Kunst anderer völlig absorbiert und sie in sein eigenes Leben integriert.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Anton Corbijn Inside Out“ im Kino in Berlin

Anton Corbijn Inside Out, Niederlande 2012; Regie: Klaartje Quirijns; 80 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 19. April

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