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„Apollo 18“ im Kino

Apollo 18

Es ist immer die Rückseite des Mondes, auf der noch etwas übersehen wurde: ein sowjetisches Raumschiff oder gar ein Alien, wie er in „Apollo 18“ auftaucht. Mit beidem war nicht zu rechnen nach den amerikanischen Mondfahrten, die uns den Erdtrabanten so nahe gebracht haben, dass ein kleiner Science-Fiction-Schocker wie „Apollo 18“ nicht so leicht gegen diese Vertrautheit ankommt. Hier wird die Geschichte einer letzten Mission erzählt, von der wir bisher nichts wussten. Sie wird aus dem übrig gebliebenen Film- und Videomaterial rekonstruiert, das bisher höchster Geheimhaltung unterlag – wir haben es also mit einer Art Wikileaks-Film zu tun. Gonzalez Lуpez-Gallego holt nach dem dramaturgischen Vorbild von „The Blair Witch Project“ das Maximum aus der bescheidenen Prämisse heraus – mit zwei Astronauten auf dem Mond und einem in der Kapsel lässt sich gerade so viel Grusel und Grausen von unheimlichen und unerklärlichen Vorgängen da hinten erzählen, dass eine neue Generation von SF-Fans sich akzeptabel unterhalten fühlen könnte.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Senator Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Apollo 18“ im Kino in Berlin

Apollo 18, USA 2011; Regie: Gonzalo Lуpez-Gallego; Darsteller: Masume Shakori (Shooka), Payam Eris (Sahand), Arasto Safinejad (Vater); 86 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 13. Oktober

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