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Ashgar Farhadi darf Oscar nicht feiern

Nader und Simin

Die zuständigen Behörden im Iran haben Asghar Farhadi eine für das vergangene Wochenende geplante öffentliche Feier anlässlich seines Oscargewinns mit „Nader und Simin – Eine Trennung“ (Szenenfoto) untersagt. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur ILNA. Die Entscheidung, die sowohl von der iranischen Regisseurs- als auch von der Produzentenvereinigung umgehend verurteilt wurde, beruht dem Bericht zufolge darauf, dass der Film, der von Plänen eines iranischen Ehepaares, das Land zu verlassen, erzählt, vor allem bei den konservativen Kräften des Landes auf Missfallen stößt. „Ich liebe mein Land und würde es für nichts um der Welt hergeben“, kommentierte der Regisseur, der als erster Iraner mit einem Oscar ausgezeichnet worden war, die Entscheidung.
Unterdessen erklärte Alexandre Mallet-Guy, Produzent der französischen Memento Films, dass Farhadi ab Herbst in Paris einen französischsprachigen Film drehen wird. Details sollen auf dem diesjährigen Festival de Cannes bekannt gegeben werden. Memento Films hatte auch schon den internationale Verkauf von „Nader und Simin“ übernommen gehabt und den Film in die französischen Kinos gebracht.

Quelle: Blickpunkt:Film

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