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„Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ im Kino

Atemlos - Gefährliche Wahrheit

Der jüngste Film von John Singleton („Boyz In The Hood“, „Four Brothers“) beginnt vielversprechend. Man begleitet den Schüler Nathan durch eine Szenenfolge aus Partys, Sport und Flirten. So weit alles normal – nur, dass ihm seine coolen Eltern ein grenzwertig hartes Tagestraining in Kickboxen verpassen. Doch dann führt eine Schulaufgabe den Jungen auf eine Webseite für vermisste Kinder: Eines der Kindergesichter ist sein eigenes, kein Zweifel. Die Szene ist beunruhigend – spannend, um von hier aus eine labyrinthische Suche nach dunklen Familiengeheimnissen aufzurollen. Doch mit Taylor Lautner (das Werwolf-Kraftpaket aus der „Twilight“-Saga) hat Singleton einen Hauptdarsteller, der vor allem athletisches Talent mitbringt. Szenen, in denen der Jungstar derlei ausspielen kann, prägen den Film und seinen Plot, in dem sich Nathan plötzlich als von CIA und Freischärlern Gejagter wiederfindet. Trotz guter Actionmomente mit selbst gespielten Stunts baumelt die Erzählung an dünnem Faden. Die Erklärung für allen Aufruhr erfährt Nathan en passant. Hastig wird von einer Liste mit wichtigen Namen berichtet. Der Film will offenbar möglichst flink hinweg über das dünne Eis seiner Story.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Kinowelt

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ im Kino in Berlin

Atemlos – Gefährliche Wahrheit (Abduction), USA 2011; Regie: John Singleton; Darsteller: Taylor Lautner (Nathan Harper), Lily Collins (Karen Lowell), Alfred Molina (Frank Burton); 106 Minuten; FSK 12

Kinostart: 13. Oktober  

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