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„Auf brennender Erde“ im Kino

Auf_brennender_ErdeEin Wohnwagen brennt in der Wüste, darin stirbt ein Liebespaar. Er war Mexikaner, sie eine US-Amerikanerin, Mutter von vier Kindern. Beide auf der Flucht vor ihrer Ehe, vor ihrem Alter vielleicht auch. Im regennassen Seattle hingegen nimmt eine junge Frau kühl und fraglos jeden, den sie kriegen kann – als würde sie sich damit selbst bestrafen. Zwei Geschichten, die zusammenhängen. Nur das Wie ist zunächst rätselhaft.

„Auf brennender Erde“ heißt das Regiedebüt von Guillermo Arriaga, jenem viel gefeierten mexikanischen Autoren, bekannt geworden durch seine Drehbücher zu „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“ von Alejandro Gonzalйz Iсбrritu. Verschlungene Erzählwege, verschiedene Zeitebenen und verblüffende Schnittpunkte prägen seine Handschrift und: die Bedeutung, die er dem Schicksal als Antagonist des Zufalls beimisst.

„Auf brennender Erde“ ist von einem engmaschigen Netz aus Begierde und Schuld durchdrungen. Darin haben sich Kim Basinger und Charlize Theron in den Hauptrollen verfangen, zwei beeindruckend starke Charaktere, die sich nur schwer von Arriagas festgestecktem Determinismus befreien können. Und von dem Ernst, der hier in jedem Winkel nistet.

Text: Cristina Moles Kaupp

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Auf brennender Erde“ im Kino in Berlin

Auf brennender Erde USA 2008; Regie: Guillermo Arriaga; Darsteller: Charlize Theron (Sylvia), Kim Basinger (Gina), Joaquim De Almeida (Nick); 107 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 26. Mai

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