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„Auftrag Rache“ mit Mel Gibson im Kino

Doch Cravens Ermittlungen auf eigene Faust führen zu anderen Erkenntnissen. Bei ihrer Arbeit für die geheimnisvolle Firma Northmoor hat die junge Wis­sen­schaftlerin offenbar Machenschaften entdeckt, die sie der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte.
Nach „State of Play“ ist „Auftrag Rache“ das zweite Hollywood-Remake eines BBC-Mehrteilers innerhalb kurzer Zeit. Auch wenn mit Martin Campbell diesmal derselbe Regisseur verantwortlich zeichnet wie beim Original von 1985, waren die politischen Aspekte der Handlung seinerzeit wichtiger. Zwar gibt Mel Gibson dem Rächer eine gewisse Gebrochenheit, bei der sein Alter und die Erkenntnis des Versagens als Vater eine Rolle spielen, aber im Zweifelsfall tritt er ebenso biblisch-brachial auf wie in „Mad Max“ oder in seinen Regiearbeiten. So ist es kein Wunder, dass die interessantere Figur ein geheimnisvoller Regierungsagent namens Darius Jedburgh ist, der seine ei­gene Agenda zu verfolgen scheint. Dieser Mann ist es auch, der von der „Edge of Darkness“ spricht, an die wir uns manchmal begeben. Zwischen dieser Dunkelheit des Ori­ginaltitels und dem „Auftrag Rache“, zwischen Ambivalenz und Eindeutigkeit, zwischen soliden Actionszenen und düsteren Politthrillermomenten bewegt sich der Film.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Auftrag Rache“ im Kino in Berlin

Auftrag Rache (Edge of Darkness), USA/Großbritannien 2010; Regie: Martin Campbell; Darsteller: Mel Gibson (Thomas Craven), Ray Winstone (Jedburgh), Danny Huston (Bennett); Farbe, 126 Minuten

Kinostart: 11. März

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