Kino & Stream

Babelsberg schreibt schwarze Zahlen

Studio Babelsberg

Hatte es im November 2011 noch so ausgesehen, als würde die Studio Babelsberg AG das Geschäftsjahr mit einem Verlust abschließen, so sprechen die am Montag (07.05.) veröffentlichten Jahreszahlen eine andere Sprache. Zwar ging der Gesamtumsatz im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 um 23,7 Prozent auf 43,9 Mio. Euro zurück, jedoch konnte das operative Ergebnis sogar um 26,8 Prozent auf 535.000 Euro gesteigert werden. Dieser Gewinn ist Studioangaben zufolge auf Studiovermietungen und Produktionsdienstleistungen zurückzuführen.
Insgesamt war Studio Babelsberg im vergangenen Jahr an vier Produktionen als Koproduzent beteiligt, darunter an Tommy Wirkolas „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“. Darüber hinaus wurden u.a. „Cloud Atlas“, „Anleitung zum Unglücklichsein“, „Rubbeldiekatz“ und „Zettl“ in Babelsberg gedreht.
Carl Woebcken, Vorstandsvorsitzender von Studio Babelsberg, blickt ebenso zufrieden auf 2011 zurück wie besorgt auf 2012: „Wir sind froh, dass wir das Jahr 2011 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen haben und abermals namhafte Filmemacher für Babelsberg begeistern konnten. Wir bieten tolle Studios, einen weltweit anerkannten Kulissenbau, international erfahrene Filmcrews und tolle Drehmotive in der Hauptstadtregion Berlin-Babelsberg. Jedoch sind das konjunkturelle Umfeld im Filmbusiness und die Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich schwieriger für uns geworden. Wir stehen in einem weltweiten Wettbewerb mit Ländern wie Kanada, Australien, England, Ungarn oder Tschechien, in denen insbesondere Großprojekte stark gefördert werden. Trotz intensiver Bemühungen und Verhandlungen sind uns im laufenden Geschäftsjahr große internationale Projekte weggebrochen und ins Ausland gegangen. Damit ist unsere derzeitige Studioauslastung zu gering und wir erwarten einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis.“

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: David von Becker

Mehr über Cookies erfahren