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„Babycall“ im Kino

Babycall

Was im Extremfall passieren kann, wenn der Beschützerinstinkt einer Mutter zur Besessenheit wird, zeigt dieses beklemmende Psychodrama am Beispiel einer durch Paranoia und Halluzinationen zunehmend verstörten jungen Frau, die allein mit ihrem achtjährigen Sohn in einem tristen Sozialwohnblock haust.
Häufig wird das Filmgeschehen unvermittelt aus der Wahrnehmungsperspektive der Wahnsinnigen dargestellt, wobei nicht immer klar wird, was Schein oder Sein ist. Dadurch wird auch der Zuschauer in einen Zustand schizoider Verwirrung versetzt, sodass er am Ende selber etwas verstört aus dem Kino kommt.

Text: Ralph Umard

Foto: 4 1/2 / NFP

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Baybcall“ im Kino in Berlin

Babycall, Norwegen/Schweden/Deutschland 2011; Regie: Pal Sletaune; Darsteller: Noomi Rapace (Anna), Kristoffer Joner (Helge); 96 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 12. Juli

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