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„Bad Neighbors“ im Kino

Bad Neighbors

In Berliner Mietshäusern gilt eine Junge-Leute-WG oder ein benachbartes Hostel als GAU, in Amerika sind „frat houses“ – die Wohn- und Party-Häuser der Studentenverbindungen – eine Garantie für Ruhestörungen. Das ahnen auch Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne), Einfamilienhausbesitzer und Eltern einer kleinen Tochter, als nebenan die Jungs von „Delta Psi“ einziehen. Zunächst sieht alles noch nach friedlicher Koexistenz aus: Die Delta-Chefs Teddy (Zac Efron) und Pete (Dave Franco) wirken vernünftig, Mac und Kelly feiern bei ihren Gelagen auch gerne mal mit. Aber irgendwann ist Schluss mit lustig. Nachdem die Radners ihren jungen Nachbarn die Polizei auf den Hals hetzen, bricht der Kleinkrieg aus, man schenkt sich dabei nix.
Maschendrahtzaun made in USA. Regisseur Nicholas Stoller erzählt diesen Nachbarschaftsdisput als entfesselten Schwank nicht ohne Slapstick und Zoten. Doch hinter den Albernheiten steckt auch Hintersinn, es geht um die Lebenslügen nicht mehr so junger, nicht mehr so cooler Leute wie auch um die der Partykids, deren Leben auch nicht ewig eine große Sause bleibt. Stollers Blick ist warmherzig und amüsiert, gehässig ist er nie.

Text: Thomas Klein

Foto: Universal Pictures

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Bad Neighbors“ im Kino in Berlin

Bad Neighbors, ?USA 2014; Regie: Nicholas ?Stoller; Darsteller: Seth Rogen (Mac Radner), Rose Byrne (Kelly Radner), Zac Efron (Teddy ?Sanders); 97 Minuten; FSK 12

?Kinostart: 8. Mai

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