Hundedrama

„Bailey – Ein Freund fürs Leben“ im Kino

Wie heißt es so schön: Katzen haben sieben Leben. Soweit es Hunde betrifft, stellt Bruce Cameron in seinem Bestseller „Ich gehöre zu dir“ die These auf, dass diese unendlich oft wiedergeboren werden

Foto: 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Regieroutinier Lasse Hallström („Gottes Werk & Teufels Beitrag“) konzentriert sich im Rahmen seiner Verfilmung darauf, uns ein paar Reinkarnationen des Vierbeiners Bailey näher zu bringen. Er lässt ihn aus dem Off über seine diversen Hundeleben berichten – in der deutschen Fassung gesprochen von Florian David Fitz.

Mal findet sich Bailey im Körper eines Golden Retrievers wieder; er wird zur Schäferhündin (eine Episode, die wegen angeblicher Tierquälerei bei den Dreharbeiten für böse Schlagzeilen sorgte), zum verfressenen Corgi-Schoßhündchen oder zum Bernhardiner. Am meisten interessiert sich die Regie für jene Zeitspanne ab den 1960er-Jahren, die Bailey im Haushalt von Ethans Eltern zubringt. Dem Achtjährigen Kleinstadt-Youngster ist der Golden-Retriever-Welpe ein treuer Freund. Ein Kumpel, dem der Vierbeiner auch durch dessen Schul- und Highschoolzeit möglichst selten von der Seite weicht, bevor man sich bis kurz vorm filmischen Finale aus den Augen verliert. Da setzt der zwischenzeitlich zum Bernhardiner mutierte Bailey alles daran, dem wiedergefundenen Herrchen dessen nie vergessene große Liebe Hannah wieder zuzuführen – um den verbitterten Ethan wieder glücklich sehen zu können.

So manipulativ und kitschig und langatmig gerieten Lasse Hallström dessen Literaturverfilmungen selten, weshalb „Bailey“ unterm Strich noch nicht einmal zum passablen Familienkinoerlebnis taugt. Horst E. Wegener

A Dog’s Purpose USA 2017, 120 Min., R: Lasse Hallström, D: Dennis Quaid, Britt Robertson, Peggy Lipton, Start 23.2.

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