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Banales Beziehungsdrama: „Drei Stunden“ im Kino

Drei_StundenWie sieht Gott aus? Hier ist er ein jovialer, Bier trinkender älterer Herr mit Glatze und Bart, der einem jungen Münchener Theaterautor und Regisseur mit Rat und Tat hilft, eine kesse Öko-Aktivistin in den Ehehafen zu lotsen, kurz bevor sie als Entwicklungshelferin nach Afrika abfliegt. Das bieder inszenierte, banale Beziehungsdrama mit vorhersehbarem Happy End nach verpassten Gelegenheiten und Missverständnissen ist nicht sonderlich witzig oder spannend, aber immerhin ordentlich gespielt – trotz der märchenonkelhaften Darstellung Gottes und hochromantischer Konflikte driften die Dialoge nicht ins Peinliche ab.     

Text: Ralph Umard

Foto: KaissarFilm/NFP

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: Drei Stunden im Kino in Berlin

Drei Stunden Deutschland 2012; Regie: Boris Kunz; Darsteller: Nicholas Reinke (Martin), Claudia Eisinger (Isabel), Peter Nitzsche (Fred); 101 Minuten; FSK 0

Kinostart: 25. Juli 

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