Romantische Komödie

„Barakah Meets Barakah“ im Kino

Vorschriften und Konfusion: „Barakah Meets Barakah“ – ein Film, den es eigentlich gar nicht geben kann

El-housh Productions

Bibi Harith ist ein Instagram-Star in einem Land, in dem viele nicht wissen, was Instagram ist. Denn Bibi lebt in Saudi-Arabien, wo fast nichts erlaubt ist, jedenfalls nicht für Frauen. Kino ist auch ­verboten, ein Wunder, dass es „Barakah Meets Barakah“ gibt, eine saudi-arabische RomCom.
Mahmoud Sabbaghs Film hat tatsächlich etwas Zwingendes, schon im Forum der Berlinale 2016 war das so, und nun gibt es den verdienten Filmstart. Barakah trifft Barakah – da passt anfangs etwas nicht. Denn Barakah, ein junger Mann, der als Ordnungshüter herumfährt und überall eingreift, wo jemand eine Vorschrift ignoriert, trifft ja auf Bibi, ein Foto­modell, das für eine Firma mit dem Namen „Himmlische Hüften“ wirbt. Wie aus Bibi auch Barakah wird, davon erzählt Mahmoud Sabbagh, der auch mit Rezepten des Boulevardtheaters arbeitet, auch wenn eine Inszenierung von „Hamlet“ zentrale Bedeutung in diesem Film hat, der auch „Ophelia trifft Bibi“ heißen könnte – nur um die Konfusionen anzudeuten. Sehr unterhaltsam wird man auf eine fremde Welt verwiesen, die sich vielleicht eines Tages für das Kino öffnet.

Barakah Meets Barakah Saudi-Arabien 2016, 88 Min., R: Mahmoud Sabbagh, D: Hisham Fageeh, Fatima Al Banawi, Sami Hifny, Start: 9.3.

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