Actionkomödie

„Barry Seal – Only in America“ im Kino

Wenn jemals jemand eine gesamte Filmkarriere auf Grinsen gegründet hat, dann ist es Tom Cruise

Foto: UPI/ David James

35 Jahre hat er sein strahlendes Lächeln perfektioniert, um nun den ultimativen Grins-Film zu drehen: „Barry Seal: Only in America“, die auf wahren Begebenheiten beruhende Biografie eines Piloten, CIA-Agenten, Drogen- und Waffenschmugglers, der 1986 ein unrühmliches Ende fand, als er von Killern des kolumbianischen Medellin-Kartells erschossen wurde.

In der Interpretation von Cruise ist Seal ein Mann ohne erkennbare Charakterzüge, ein ständig feixender Depp mit mehr Glück als Verstand: Vom CIA angeheuert, Aufklärungsflüge über Mittelamerika zu unternehmen, schmuggelt er alsbald Drogen für Pablo Escobar in die USA, Waffen für die Contras nach Nicaragua und lustlose Contra-Krieger zur Ausbildung nach Arkansas. Und immer wenn man denkt, seine vom CIA gedeckte und gesteuerte „Karriere“ fände ein Ende, wartet prompt eine noch größere Aufgabe auf ihn.

Eigentlich einer der großen US-Politskandale der 1980er-Jahre, wird der Fall in Doug Limans Film als absurde Farce abgehandelt, mit manchmal durchaus lustigen Momenten: Etwa, wenn die Seal-Familie irgendwann buchstäblich nicht mehr weiß, wohin mit dem vielen Geld. Doch im Prinzip erzählt der Film zwei Stunden lang lediglich Variationen von immer gleichen Situationen, in denen man sich zusehends zumindest den Hauch einer Motivation wünschen würde. Allein das Dauergrinsen des Hauptdarstellers ist dann doch nicht genug.

American Made (OT) USA 2017, 115 Min., R: Doug Liman, D: Tom Cruise, Domhnall Gleeson, Sarah Wright, Start: 7.9.

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