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„Baskin“ im Kino

Baskin

Horror kommt in verschiedenerlei Gestalt, aber selten geht es so konkret und anschaulich zur Sache wie in dem türkischen „Baskin“, der dem geneigten Publikum wirklich kaum etwas erspart. Eine Gruppe von Polizisten sitzt in ?irgendeinem Kaff in einem Gasthaus und quatscht gedankenloses Zeug. Es folgt ein Anruf, sie müssen zu einem Einsatz fahren. Der Ort ist schon gerüchteweise nicht so kuschelig, was sie dann allerdings in finsteren Verliesen erleben, zählt zu den Höhepunkten des neueren, angsteinjagenden Genrekinos: Ein hässlicher Zeremonienmeister namens „Vater“ (brillant: Mehmet Cerrahoglu) veranstaltet mit einer ghoulischen Ministrantenschar eine schwarze Messe, gegen die selbst das berühmte „namenlose Grauen“ von H.P. Lovecraft wie ein Kaffeekränzchen wirkt. Die Schlusspointe haut einen dann noch aus den Schuhen. Wer es durchsteht, könnte das alles großartig finden.

Text: Bert Rebhandl

Foto: capelight pictures

Orte und Zeiten: „Baskin“ im Kino in Berlin

Baskin, Türkei 2015; Regie: Can Evrenol; Darsteller: Gorkem Kasal (Arda), Ergun Kuyucu (Remzi), Mehmet Cerrahoglu (Baba); 96 Minuten

Kinostart: Do, 31. Dezember 2015

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