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Familiendrama

„Begabt – die Gleichung eines ­Lebens“ im Kino

Superkräfte auf Abwegen: In „Begabt“ bündeln Marc Webb, Regisseur von „The Amazing Spider-Man“, und Chris Evans, Darsteller des Captain America, ihre Kräfte

Foto: Twentieth Century Fox

Mary ist erst ­sieben Jahre alt, aber ein Mathegenie. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter wurde sie von deren Bruder aufgenommen. Onkel Frank (Evans) macht aus seiner Abneigung gegen Karriere kein Hehl, er selber war einst Professor für Philosophie, jetzt repariert er Bootsmotoren in Florida.

Marys Großmutter Evelyn besitzt selber eine mathematische Gabe, hat aber die eigene akademische Karriere zugunsten der Familie aufgegeben und ihre Tochter gedrillt, an ihrer Stelle wissenschaftlichen Ruhm einzufahren. Die aber konnte mit diesem Druck nicht umgehen. Wird Mary unter der Obhut des Onkels ein Leben ohne Druck führen können?

Was ist das Beste für das Wohl eines Kindes mit einer außergewöhnlichen Begabung? Kann es eine gesunde Balance geben zwischen einer unbeschwerten Kindheit hier und der Förderung der Begabung da? Die Sympathien liegen bei Frank, Evelyn erscheint kalt und überehrgeizig – wenn man allerdings sieht, welche Freude es Mary bereitet, komplizierte mathematische Gleichungen zu ­lösen, begreift man, dass die Wahrheit komplexer ist. Schade, dass der Film am Ende zu sehr in eine kriminelle Intrige mitsamt ­Actionszenen abgleitet, ein bemerkenswertes Gegenstück zu den Sommer-Blockbuster-Filmen bleibt er dennoch.

Gifted (OT) USA 2017, 101 Min., R: Marc Webb, D: Chris Evans, McKenna Grace, Lindsay Duncan, Start: 13.7.

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