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„Bela Kiss: Prologue“ im Kino

Bela Kiss: Prologue

Manches Fass bliebe besser ungeöffnet: Diese Erkenntnis bleibt nach Ansicht des Horrorfilms „Bela Kiss: Prologue“, in dem eine Gruppe junger Leute in einem Hotel im Wald Quartier nehmen. Eine klassische Situation des Genres, die hier allerdings noch dadurch verschärft wird, dass es sich bei den Jungs und Mädels um Bankräuber handelt, hinter denen die Polizei her ist. Doch das erweist sich schnell als das Geringere der Probleme, denn in dem Hotel befinden sich, vom Rotwein verschüttenden Oberkellner bis zur lasziven Geschäftsführerin, durchwegs sinistre Gestalten, und bald schon öffnet sich ein Wurmloch in die Vergangenheit zur Zeit des Ersten Weltkriegs, als in Ungarn ein Serienmörder namens Bela Kiss sein Unwesen trieb. Und dieses Unwesen treibt Lucien Förstner in „Bela Kiss: Prologue“ gründlich weiter, sodass von der unbeholfenen Duschszene bis zum blutigen Geschnipsel an Menschenfleisch keine Unappetitlichkeit ausgelassen wird. Was fehlt, ist bloß all das, was einen richtigen Film ausmachen würde: Suspense, Schauspiel, ab und zu ein guter Schock.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Kinostar

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Bela Kiss: Prologue“ im Kino in Berlin

Bela Kiss: Prologue, Deutschland 2012; Regie: Lucien Förstner; Darsteller: Rudolf Martin (Bela Kiss), Kristina Klebe (Julia), Fabian Stumm (Nikolai); 106 Minuten; FSK k.J.

Kinostart: 10. Januar

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