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Ben Stiller in „Greenberg“ im Kino

Roger Greenberg (Ben Stiller) ist ein leicht verstörter Typ. Er kann nicht gut mit den Menschen, zu Beginn der Komödie „Greenberg“ von Noah Baumbach hat er eigentlich nur ein Projekt: Er möchte in dem großen Haus seines Bruders, der mit Frau und Kindern nach Vietnam reist, für ein paar Wochen nichts tun. Er passt auf den Hund auf, und versucht, eine Hundehütte zu bauen, mehr nicht. Da sich das nicht so leicht durchhalten lässt, und zudem in Los Angeles auch noch alte Freunde leben, werden die Tage auf eine undramatische Weise ereignisreich. Und dann ist da noch Florence (Greta Gerwig), die als Hipster-Hausmädchen bei den Greenbergs arbeitet und sich nun auch irgendwie für Roger zuständig fühlt. „Greenberg“ ist bei aller anscheinenden Ziellosigkeit eine im Detail sehr präzise gearbeitete Charakterstudie mit abgrün­digem Witz und einer Form von pointenlosem Slapstick, die für die amerikanische Komödie eine wichtige Spielart eröffnet – die „Funny People“ von Judd Apatow sind gleich um die Ecke, und Ben Stiller erweist sich einmal mehr als einer der interessantesten Schauspieler seiner Generation.

Text: Bert Rebhandl

Orte und Zeiten: „Greenberg“ im Kino in Berlin

tip-Bewertung: Sehenswert

Greenberg, USA 2010; Regie: Noah Baumbach; Darsteller: Ben Stiller (Roger Greenberg), Greta Gerwig (Florence Marr), Rhys Ifans (Ivan Schrank); Farbe, 107 Minuten

Kinostart: 1. April 2010

Lesen Sie hier: Ein Interview mit Regisseur Noah Baumbach

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