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Berlinale 2009: Wo kommt eigentlich der Bär her?

Der goldene BärKurz vor der Berlinale geht es nicht nur in den Filmredaktionen der Republik hoch her, sondern auch in der Bildgiesserei Hermann Noack in Wilmersdorf. Denn in dem Handwerksbetrieb, den Hermann Noack Senior zusammen mit seinem Sohn leitet, werden seit 1951 die Berlinale Bären gefertigt.
Noack, der u.a. vor ein paar Jahren auch die Quadriga vom Brandenburger Tor restauriert hat, bekam ein Bären-Modell von der Künstlerin Renйe Sintenis, von dem ein Abguss aus Sand hergestellt wurde.
„Dann haben wir uns davon ein Metallmodell hergestellt.“, sagt Noack. „Nach diesem Metallmodell werden seit vielen, vielen Jahren die Bären gegossen.“
Nach dem Giessen werden die Bären zisiliert und die Oberfläche mit dekorativen Einkerbungen versehen. Nachdem die Mitarbeiter dann letzte Löcher an den hohlen Statuen verschweisst haben, werden die Bären in einem anderen Betrieb vergoldet und versilbert.
Doch selbst dann sind die Bären noch nicht fertig, denn schließlich fehlen auf den Sockeln noch die Namen der Preisträger. Diese stehen erst am letzten Tag der Berlinale fest.
„Wir sind immer die Ersten, die erfahren, wer gewonnen hat.“, erzählt Hermann Noack nicht ohne Stolz. „Wir schlagen dann die Namen in den Sockel und die müssen dann am Samstag auch noch zum Vergolder und danach bauen wir die Statuen dann zusammen. Meistens ist es so, dass wir morgens um sieben Uhr die Namen bekommen und am Nachmittag zwischen vier und fünf Uhr die Bären ausliefern.“

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