Berlinale

Berlinale 2018: Tipps für den 16. Februar

Österreichisches Filmmuseum © James Benning

11 x 14 (Forum)     

James Benning macht meistens Filme, in denen er selbst auferlegten Regeln folgt. In „13 Lakes“ sieht man 13 Seen, in „Ten Skies“ zehn Mal einen Himmel. In seinem Frühwerk „11 x 14“ (1977) geht es um den Bildrahmen (11 x 14), und um das, was er alles fasst: eine Reihe von unverbundenen Szenen, aus denen man sich eine mögliche Geschichte zusammendenken kann – Menschen quer durch Amerika. Zweimal lässt Benning den Song „Black Diamond Bay“ von Bob Dylan durchlaufen, zweimal zu ganz unterschiedlichen Bildern. „11 x 14“ läuft im Forum in einer prächtigen Restaurierung, und zeigt sich als eine immer wieder eigentümlich komische Überlegung zu dem, was das Kino eigentlich ausmacht: Aus Fragmenten entsteht etwas, das nie ein Ganzes (und immer viel mehr als ein Ganzes) ist. Bert Rebhandl
16.2., 15 Uhr, Akademie der Künste

TO LIVE AND DIE IN L.A. © 1985 METRO-GOLDWYN-MAYER STUDIOS INC., All Rights Reserved.

To Live and Die in L.A. (Hommage)    

Ganz böse ist Willem Dafoe in diesem Film, nicht nur ein Geldfälscher, sondern auch ein kaltblütiger Killer. Aber dann entdeckt der Zuschauer immer mehr Parallelen zwischen ihm und dem Polizisten, der ihn jagt. Das unterminiert das Schema von Gut und Böse. Zehn Jahre nach den Grau-in grau-Bildern aus dem New York der 70er-Jahre („French Connection“) setzt Regisseur William Friedkin hier auf das gleißende Licht von Los Angeles, ansprechend eingefangen von dem Kameramann Robby Müller. Frank Arnold
16.2., 19 Uhr, Zeughauskino

Georges Méliès ‘Solitudes’ Cine-concert

Georges Méliès “Solitudes” Cineconcert (Forum)    

Das ging ins Auge! Genau dort, im Auge des Mondes nämlich landet die Rakete der Mondbesucher. Kein Wunder, dass der Mond schmerzhaft das Gesicht verzieht. Diese Auswahl von Filmen des Kinopioniers Georges Méliès (begleitet mit Live Musik) konzentriert sich auf epischen Arbeiten wie „Die Reise zum Mond“, aber es sind die alltäglichen Details, mit denen er sie anreichert, die den Filmen auch hundert Jahre nach ihrer Entstehung einen ganz eigenen Charme verleihen. Frank Arnold
16.2., 18 Uhr, Delphi

Achtung: Die Kinos haben jeweils noch ein Kartenkontingent an der Kinokasse. Wenn die Karten online ausverkauft sind, gibt es also noch die Möglichkeit, direkt vor den Vorführungen an Tickets zu kommen.

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