Berlinale 2012

Sondervorführung: „Haywire“ von Steven Soderbergh

Haywire

Steven Soderbergh macht, was er will, der Regisseur, dessen Debüt „Sex, Lies, and Videotape“ 1989 maßgeblich das amerikanische Independent-Kino angeschoben hat, wechselt ständig Tonfall und Techniken. Auf eine Satire und ein komplexes Seuchen-Drama lässt der Filmemacher jetzt einen Action-Thriller folgen. Nach Sasha Grey in „The Girlfriend Experience“ steht dabei mit der amerikanischen Kampfsportlerin Gina Carano in „Haywire“ erneut eine Schauspiel-Amateurin im Mittelpunkt. Das funktioniert sehr gut.
Denn Soderbergh konzentriert sich konsequent auf die imposanten physischen Fähigkeiten seiner Hauptdarstellerin und erzählt eine dynamisch und fettfrei inszenierte, recht gewalttätige Geschichte. Carano spielt die kompetente „Spezial-Kraft“ eines privaten Unternehmens, das allerlei geheimdienstliche Drecksarbeit abwickelt. Aus dem Geschäft will sie raus, doch ihr vermeintlich letzter Auftrag, soll auch ihr Ende werden. Doch ihre Ex-Kollegen und Gegenspieler (darunter Ewan McGregor, Michael Fassbender, Antonio Banderas) unterschätzen böse ihre Talente und ihre Entschlossenheit: Wie Gina Carano um ihr Leben kämpft, ist ein gleichermaßen bemerkenswertes wie verstörendes Spektakel.

Text: Thomas Klein

Foto: Concorde Filmverleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Haywire, USA 2011; Regie: Steven Soderbergh; Darsteller: Gina Carano, Channing Tatum, Michael Fassbender, Ewan McGregor, Antonio Branderas, 93 Minuten

Wettbewerb – außer Konkurrenz
16.2., 12.00, Friedrichstadtpalast
17.2., 20.45, Haus der Berliner Festspiele

Mehr über Cookies erfahren