Berlinale 2012

„Death Row“ von Werner Herzog auf der Berlinale 2012

Death Row

„Death Row“, Werner Herzogs Fernsehdokumentationsreihe in vier Teilen, basiert auf seinem amerikanischen Kinofilm „Into the Abyss – A Tale of Death, a Tale of Life“. Der deutsche Autorenfilmer blickt im Dialog mit zum Tode verurteilten Mördern und den Hinterbliebenen der Opfer hinab in menschliche Abgründe. „Why did they die?“, fragt Herzog die Tochter eines Getöteten. „How do you live with all this?“ „What do Death-Row-Groupies want?“ Herzog ist nicht ein Mann, der in den vor der Kamera geführten Gesprächen seine Betroffenheit oder seine Neugierde verstecken würde, voll involviert tastet er sich zum Kern seines Anliegens vor. Angekündigt ist „ein tiefgründiger Einblick in die Seele dieser Menschen, ihre Geschichten, ihre Verbrechen und ihre Gedanken über das Leben und den Tod“. „Death Row“ verspricht eine unschöne Erfahrung zu werden, die sich sicher nicht so einfach konsumieren lässt wie der täglich wohlportionierte Bodycount in plakativen Nachrichtensendungen. Das wird knallhartes Bildungsfernsehen.

Text: Jörg Buttgereit

Foto: Werner Herzog Film GmbH

Death Row (Special)
13.2., 15.00, HdBF
16.2., 11.00, CineStar 2
17.2., 9.30, CineStar 2

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